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   Island - Praktisches für das Überleben auf Island    letzte Aktualisierung Februar 2013   

Geld    Tax Free    Telefonieren    Internetzugang    Sprache    Lebensmittel    Essen   
Mücken    Schwimmbäder    Teufelskuchen


   Das liebe Geld Isländische "Króna" (ISK) sollte man sich erst in Island besorgen. Man bekommt sie in Deutschland (wenn überhaupt) zu einem ungleich schlechteren Kurs. Für das Rücktauschen von Kronen gilt das Gleiche, ausgeben oder für den nächsten Islandurlaub aufheben.

Wir heben üblicherweise mit der Postbank SparCard gebührenfrei etwas Bargeld am Automaten ab und bezahlen vieles mit Kreditkarte.

Geldautomaten findet man in nahezu jedem etwas größeren Ort. Der erste Bankautomat steht in der Ausgangshalle des Flughafen Keflavik. An allen Automaten kann man mit EC-Karte abheben. Bei Abhebung mit Kreditkarte sind die Gebühren i.d.R. deutlich höher. Die Gebühren für Auslandsabhebungen mit EC-/Kreditkarte kann man bei der Bank einsehen, die die Karte ausgegeben hat.

! Mit der Postbank SparCard (kostenloses Sparkonto, Minimalguthaben 0.50 Euro) kann man 10 x pro Jahr im Ausland an allen "VISA Plus" Automaten (finden sich praktisch in jedem halbwegs größeren Ort) ohne Gebühren abheben. Ab der 11ten Abhebung kostet es 5.50 Euro Gebühren.

Geldautomaten suchen: » VISA Automatenfinder

Mit Kreditkarte (gängig sind in jedem Fall Visa/Mastercard) kann man kann vermutlich selbst einzelne Briefmarken bezahlen. Auch in den Überlandbussen gibt es eigentlich immer die Möglichkeit. Wir haben es jedenfalls nie anders erlebt. Welche Gebühren für den Auslandseinsatz verlangt werden erfährt man wiederum bei der Bank welche die Karte ausgegeben hat. Sie tragen aber normalerweise insgesamt betrachtet nicht auf da der Kurs meist etwas besser ist.
An einigen Tankstellen kann man außerhalb der Öffnungszeiten oder ausschließlich mit Kreditkarte an der Zapfsäule bezahlen. Dazu benötigt man allerdings die Geheimzahl (4stellig).
Für die Übernachtung in Hochland-Hütten und auf kleinen Campingplätzen etc. sollte man jedoch Bargeld vorsehen.

Bargeld tauschen ist ja schon eher nicht mehr gebräuchlich, kann man aber provisionsfrei (commission free, so bisher jedenfalls) am Flughafen-Schalter der "Landsbanki Íslands", er befindet sich in der Ankunftshalle, Darauf sollte man achten, manche Wechselstellen verlangen für den Umtausch von Bargeld oder Reiseschecks abenteuerliche Gebühren! Zumindest war das früher so.

Der aktuelle Wechselkurs: » www.sedlabanki.is
Wie Mastercard/Visa abrechnen kann man hier einsehen: » www.firstdata.de/fremdwaehrungskurse/...


   Tax Free Auf bestimmte Artikel erhalten ausländische Kunden einen Teil der Mehrwertssteuer (kann bis zu 15 % des Warenwerts betragen) zurück erstattet. Teilnehmende Läden sind am entsprechenden Symbol zu erkennen. Der Rechnungswert muss über 4000 ISK betragen. Bereits im Laden lässt man sich das
Tax Free-Formular geben, ergänzt die persönlichen Daten, und erhält dann im Flughafen nach der Sicherheitskontrolle am Bankschalter den Betrag in ISK oder Euro erstattet.

An sich muss man die gekauften Produkte vorzeigen, als Nachweis dass man sie tatsächlich ausführt. Anscheinend gilt das aber erst ab einem Erstattungsbetrag von 5000 ISK » www.kefairport.is/English/Before-Departure/VAT-Refund/ Wir wurden bei Beträgen darunter nie danach gefragt.

Der Vollständigkeit halber: Freimengen die nach Deutschland eingeführt werden dürfen: » www.zoll.de
Ist die Freimenge überschritten, muss der Gesamtwert verzollt werden.
 

   Telefonieren Zur Nebensaison kann man schon mal an der verschlossenen Tür eines recht großen Museums ein Blatt Papier mit einer einer Telefonnummer vorfinden, die man anrufen soll, möchte man das Museum besichtigen. Ein Anruf und kurze Zeit später kommt ein Auto angebraust, die Tür wird aufgesperrt und das Licht eingeschaltet.

Organisiert man seine Unterkünfte erst vor Ort wird es sich vermutlich lohnen in Island eine Prepaid SIM-Karte zu kaufen (bei Mobiltelefonen ohne SIM-Lock). Selbst in der Nebensaison sollte man sich spätestens am Vormittag um die Übernachtung kümmern. Wird man seine Unterkunft nach 18 Uhr erreichen, muss man generell dort telefonisch Bescheid geben.

Die beiden großen Mobilfunkanbieter Siminn und Vodafone bieten Prepaid SIM-Karten an, erhältich bereits an Bord von Iceland Air (Siminn) oder Icelandexpress (Vodafone). Weitere Verkaufsstellen und Informationen auf den Webseiten der Anbieter:
» www.siminn.is/english/on-a-visit/
» www.vodafone.is/de
Das Aufladen soll dann problemlos über die Webseiten der Anbieter und Kreditkarte erfolgen.

Was die Mobilfunknetzabdeckung angeht, hat sich die letzen Jahre viel getan. Mittlerweile hat man auch in weiten Gebieten im Hochland Empfang. Allerdings decken sich die Angaben der Netzanbieter scheinbar nicht immer mit den Erfahrungen der Reisenden. Auf den Empfang im Hochland sollte man sich nicht verlassen. Teilweise ist er nur bei günstigen Bedinungen möglich (erhöhte Position ...)
» www.siminn.is/english/on-a-visit/coverage/
» www.vodafone.is/de/informationen/empfangsgebiet

Öffentliche Telefone findet man am ehesten in Postämtern, Tankstellen, Touristeninformationen. Es sind dann in der Regel Kartentelefone.

Calling Card: » www.globalcall.is
 

   Internetzugang gibt es vor Ort an einigen Campingplätzen, Jugendherbergen, Touristeninformationen, Cafes etc. allerdings teilweise recht teuer. Relativ günstig ist es in Büchereien. Evtl. gibt es noch den kostenlosen Internetzugang im Souveniershop Rammagerðin Hafnarstraeti 19, Reykjavik.

In Reykjavik und Akureyri viele freie WLAN Hotspots bei Cafes und Kneipen. Sonst muss man suchen. Gute Chancen bei N1 Tankstellen, Cafes, Hotels, Touristeninformationen, Büchereien ...
 

   Æ, Ð und þ ? Die Isländische Sprache: eine komplizierte Grammatik, ein unbarmherziges Flexionssystem, die Aussprache unmöglich korrekt hinzubekommen.
Das seit dem Vulkanausbruch im April 2010 wohl beliebteste isländische Wort:
» Eyjafjallajökull (Youtube)

Mit Englisch kommt man jedoch problemlos durch.

Kleine Übersetzungsfragen lassen sich inzwischen schon mit dem Google Übersetzer teilweise ganz gut lösen. Online Wörterbücher:
» deis.dict.cc (deutsch <-> isländisch)
» www.pauker.at (deutsch <-> isländisch)
» icelandic online dictionary (isländisch -> engl.)

Lebensmittel-Wörterbuch:
» The Shopper´s Guide to Icelandic food (Tabelle im unteren Bereich)
» Matarorðaleit (Lebensmittel-Wörterbuch, deutsch=Þýska, engl=Enska, Navigation funktioniert leider bei mir größtenteils nicht)

Ein bisserl Isländisch kann aber nicht schaden:
Vielen Dank! = Takk fyrir (taHk feerir)!
Guten Tag! = Góðan daginn (gouð(wie stimmhaftes engl. th)an daijenn)!
Guten Abend! = Gott Kvöld (goHt kvöld)!
Gute Nacht! = Góða Nótt (gouða noHt)!
Auf Wiedersehen! = Bless (bläss)!
Ansonsten wird der Isländer etwaige Bemühungen isländisch zu sprechen sicherlich wohlwollend zur Kenntnis nehmen und vermutlich in Englisch antworten ;-)

Isländisch lernen:
Isländischkurse werden an diversen deutschen Volkshochschulen und Universitäten angeboten. Das Nordkolleg Rendsburg bietet mehrtägige Seminare an. Auch werden inzwischen diverse Lehrbücher und Selbstlernprogramme angeboten. Leider kann ich keine Empfehlungen geben.

» Online Sprachkurs kostenloser Online Kurs der Isländischen Universität (engl.)
» www2.hu-berlin.de/bragi/index_de.htm Lehrwerk der Humbold Universität
» www.geysir.com/de/sprachfuehrer/spruecheklopfer/lektion1

Sonstiges:
Im Philyra Verlag ist ein zweisprachiges Buch erschienen:
Um gildi hlutanna / Vom Wert der Dinge von Jón Helgi.
Der Autor schildert Kindheitserinnerungen aus den Ferien die er bei den Verwandten auf dem Lande verbrachte. In jedem Fall lesenswert.
Jónas Hallgrímsson - Selected Poetry and Prose, von Dick Ringler: » www.library.wisc.edu/...
Texte in isländisch und englisch, dazu werden die Texte angenehm langsam gesprochen.

Den Isländern liegt es natürlich am Herzen ihre besondere Sprache zu erhalten. Für neue technische Begriffe werden entsprechend neue isländische Worte gebildet. In direkter Übersetzung entlockt und das oft ein Schmunzeln » "löggæslumyndavélunum" oder "die Gesetzüberwachungslichtbildmaschine"
 

   Selbstversorgung Sparen mit dem rosa Schweinderl.

Gästehäuser, Jugendherbergen, und viele andere günstige Übernachtungsbetriebe bieten eine Gästeküche zur Selbstversorgung. Das entlastet die Reisekasse merklich.

Das Angebot im Supermarkt ist mit unserem recht vergleichbar.
» The Shopper´s Guide to Icelandic food (Tabelle im unteren Bereich)
» Matarorðaleit (Lebensmittel-Wörterbuch, deutsch=Þýska, engl=Enska, Navigation funktioniert leider bei mir größtenteils nicht)

Die Lebensmittelpreise sind in der Regel höher als daheim, der Unterschied ist aber längst nicht mehr so groß wie früher.

Deutlich sparen kann man in den Filialen von Bónus (mit dem rosa Schweinchen) und Krónan (kostar minna), quasi Aldi und Lidl.

Die Auswahl an Bónus Filialen findet man auf » Bónus unter "Finna Bónusverslun". Ein Klick auf eine Auswahl führt direkt zur Anzeige im Ortsplan.
Die Öffnungszeiten sind leider recht eingeschränkt: Mo-Do 12:00 - 18:30, Fr 10:00 - 19:30 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, einige So 12 - 18 Uhr

» Krónan Filialen gibt es in Reykjavík, Akranes, Selfoss, Vestmannaeyar, Reyðarfjörður

In anderen Supermärkten sind die Produkte z.T. erheblich teurer, dafür biete diese teilweise Öffnungszeiten rund um die Uhr. An Tankstellen ist meist auch ein kleiner Shop angeschlossen. Die Preise liegen nicht mal sehr viel höher als in manchem Supermarkt.

Gefriergetrocknete Tütengerichte à la Maggi/Knorr, meist von der norwegischen Marke TORO, gibt es in akzeptabler Auswahl und auch Milchpulver. Wer allerdings spezielle Vorlieben bei der Trekkingverpflegung hegt, nimmt am besten von daheim mit.

Beim Alkohol geht es ans Eingemachte, preislich wie bei der Beschaffung. Im Supermarkt gibt es nur Leichtbier. Härteres nur im staatlichen Monopolladen. www.vinbudin.is
Was eingeführt werden darf ganz offiziell unter » www.tollur.is nachzulesen.
 

   Schafsköpfe,
   Schwarzer Tod
   und Hákarl?
Zu den traditionellen Speisen Islands zählen gesengte Schafsköpfe (Svið, nicht schön anzusehen) oder fermentierter Haifisch (Hákarl, stinkt zum Himmel), genießbar nur mit isländischem Branntwein (Brennivín, auch "Schwarzer Tod" genannt). Oder dürfen es Hammelhoden sein? Auch Papageientaucher werden zubereitet, doch die meisten von uns beobachten die putzigen Vögel ja doch lieber lebendig an den Klippen.

Schon Appetit bekommen?
Keine Panik, in Wahrheit sind die Isländer Fast Food Fans. Hamborgari (Burger) , Franskar (Pommes), Ís (Soft Eis), Pylsur (Hot Dogs, mit dem unvergleichlichen isländischen Beigeschmack vom Lamm) sind Grundnahrungsmittel, gibt es an jeder Ecke, bzw. Tankstelle, und werden mit viel Coke heruntergespült.

Überhaupt scheint die Tankstelle DER Mittelpunkt eines isländischen Ortes. Hier kehren alle Isländer auf Durchreise ein und stärken sich mit oben genanntem, trifft sich die Jugend, die Omas auf ein Softeiskränzchen.

Außerdem gibt es auch weniger extreme aber dafür sehr leckere isländische Spezialitäten: Eine gute Abwechslung zum Weißbrot ist das Rugbrauð, ein süßliches, dunkles Roggenbrot. Sehr lecker mit Butter (wer es nicht mag muss darauf achten dass sie nicht gesalzen ist) und Rhabarber Marmelade (Rabarbara sulta). Für die "Süßen" ist in jeder Bäckerei gesorgt: Kleinur (geknotetes Schmalzgebäck) oder Snúðar (gewaltige Hefeschnecken mit Zimt und einer Zuckerglasur) beisielsweise. Die Herzhafteren bevorzugen vielleicht geräucherten Lachs, Trockenfisch (man hat lange was zu kauen und ist gesund, leider recht geruchsintensiv beim Lagern) oder Flatkökur (Pfannkuchen, gibt es abgepackt) und Hangikjöt (geräuchertes Lammfleisch, z.B. im Sandwich leicht zu bekommen). Gut sind auch die isländischen Milchprodukte, klassisch der Skyr mit Blaubeeren, ein quarkähnliches Produkt. Oder man probiere Schokoriegel mit Lakritzfüllung (Draumur).

Wer doch gerne mal einen Schafskopf (Svið) probieren möchte kann das beispielsweise im Fljótt og Gott im BSI Überlandbusbahnhof in Reykjavik. Auch Kommisar Erlendur in der Verfilmung des Nordermoor Krimis holt hier seinen Schafskopf zum Mitnehmen.

Die anerkannt besten Pýlsur (Hot Dogs), in Europa! sagt der Guardian, gibt es bei "Bæjarins beztu" an der Tryggvagata, hier steht immer eine Schlange. » bbp.is/en/      » europas-beste-hot-dogs

Weitere Adressen in Reykjavík findet man bei
» The best of Reykjavík 2012 (Grapevine)
» The Reykjavík Grapevine Bar Guide 2012

Man kann selbstverständlich gut Essen auf Island. Dafür muss man aber tiefer in die Tasche greifen. Oft bekommt man aber auch einfache Fisch- oder Lammgerichte und günstigere Mittagsgerichte als guten Mittelweg. Die Leute sollen beispielsweise ihr Leben riskieren um hier Hummersuppe zu essen
» www.fjorubordid.is (Wir sind leider an den Öffnungszeiten gescheitert.)

"In der Adventszeit liegt anderenorts der Duft von Zimt und Keksen in der Luft. In Isafjörður im äußersten Nordwesten Islands erfüllt beißender Gestank die Wohnstuben..."
» "Wikingers Weihnacht", Artikel erschienen im mare Nr. 47.

» Jo's Icelandic Recipes (englisch) "Welcome to my family recipe book and cooking page."
Hier wird, neben anderen leckeren Rezepten, die Zubereitung von den oben erwähnten traditionellen Speisen erklärt! Auch als Blog: » Icelandic cooking, recipes and food culture
 

   Blutrünstige
   Monster?
In Island wird man nicht von Mücken aufgefressen. Die wenigsten Mücken stechen oder beißen hier überhaupt. Was den Mývatn See angeht, spricht der Name (Mückensee) Bände. Hier treten manchmal und in Schüben massenweise Mücken (» Zuckmücken) auf. An anderen Stellen auch oft viele Fliegen. Die Viecher können sehr lästig werden, vor allem im Gesicht. Und sie haben eine noch unangenehmere Eigenschaft: sie krabbeln gerne in Ohren. Echt ekelig!
Wind mögen sie allesamt gar nicht, also an vielen Islandtagen wird man ihnen überhaupt nicht begegnen.
Wir haben inzw. immer ein einfaches Kopfnetz dabei, es kostet nicht viel, wiegt nix, und man hat im Notfall seine Ruhe, auch wenn es vielleicht etwas lächerlich aussieht.
 

   Pack die
   Badehose ein!
Im Kampf gegen die Naturgewalten Teil 1
Island sprüht ja bekanntlich geradezu vor geothermaler Energie. Ein jeder freut sich auf die Naturpools, wie es sie in Hveravellir und Landmannalaugar gibt. Allerdings sind diese Badestellen klein, und die bekannten Stellen können kaum mehr die Besuchermengen fassen. Früh am Morgen hat man noch die besten Chancen auf ein friedvolles Bad in atemberaubender Naturkulisse.

Es lohnt sich aber auch die Badehose für die vielen öffentlichen Schwimmbäder die es in den meisten Ortschaften gibt, mitzunehmen.
» www.visiticeland.com/SearchResults/...
» www.swimminginiceland.com (etwas seltsame Navigation)
» www.heimur.is/heimur/upload/files/aning/2012/aning2012_82-93.pdf (führt nur einen Bruchteil auf)
» www.watertrail.is
Listen findet man auch in den Heften der regionalen Fremdenverkehrsämtern.

Es sind fast immer Freibäder mit einem kleinen Schwimmbecken und mehreren unterschiedlich temperierten (38 - 41 Grad) Hot Pots. Ein Besuch im Schwimmbad kostet so um die 500 ISK (oft kaum teurer als die Dusche am Campingplatz). Nicht immer gibt es Schließfächer, man kann dann die Wertsachen an der Rezeption abgeben. Ein Föhn ist Standard. Wenn in der Umkleide keiner liegt, an der Rezeption fragen.

Unbedingt zu beachten: die isländischen Waschregeln!
Für manche Besucher offenbar fast unzumutbar, hat man sich vor Betreten eines Pools oder Hot Pot unbekleidet in den (natürlich nach Geschlechtern getrennten) Duschbereichen (abgetrennte Kabinen sind extrem selten) an allen auf nicht übersehbaren Schildern gekennzeichneten Körperbereichen gründlich zu waschen! Dadurch kamen die isländischen Schwimmbäder zumindest in der Vergangenheit mit einem erfreulich geringen Einsatz von Chlor aus.
» blog.icelandexpress.com/iceland/2006/11/24/reykjavik-swimming-pools-the-naked-truth

Notiz: Werden im Schwimmbad von Selfoss die Duschen plötzlich extrem kalt: ein paar andere Duschen zusätzlich aufdrehen, dann wird es wieder warm!

In Anbetracht des insgesamt eher rauen Klimas ist es durchaus verständlich, dass die Isländer zum Plausch gern ins Schwimmbad gehen wie andernorts in die Kneipe. Für uns Reisende ist es eine schöne Möglichkeit nach einem anstrengenden Tag zu entspannen (die Bäder haben relativ lange auf) oder sich an kalten Tagen aufheizen zu lassen.

Ein Besuch der Bláa Lónið (Blauen Lagune) ist schon ein besonderes Erlebnis, die Lage in der Lava doch recht einzigartig. Was als improvisiertes Bad in den zurückgebliebenen Wassern von Probebohrungen zur Energiegewinnung begann, ist inzwischen eine hochkommerzielle Institution geworden. Angesichts eines Eintrittspreises von inzwischen 40 Euro ! zur Hauptsaison würde ich mir den Besuch nun gut überlegen. Mir persönlich wäre es das nicht wert. » www.bluelagoon.is

Das Jarðböðin (Mývatn Nature Bath) bietet eine schöne Aussicht, ist kleiner, gleichsam entspannend und kostet "nur" die Hälfte. » www.jardbodin.is
 

   Heiße Schoki gegen
   den Drizzle Blues










         
Im Kampf gegen die Naturgewalten Teil 2
Das Wort "Drizzle" (Nieselregen) kommt leider recht häufig im isländischen Wetterbericht vor.
Sollte jedenfalls der Drizzle - vorhergesagt oder unverhofft - einsetzen, und die Moral sinken: in den meisten Orten findet sich - neben einem Schwimmbad - ein kleines gemütliches Cafe, meist liebevoll eingerichtet, mit Bilder heimischer Künstler oder alte Fotografien and den Wänden. Hier kann man einen kalten Abend oder die Wartezeit auf Bus oder Fähre angenehm rumbringen.

Eine heiße Schokolade und ein süßes Stück Kuchen - » Djöflaterta - "Teufelskuchen" z.B. (vermutlich teuflisch viele Kalorien o.s.ä) oder eine Waffel mit Sahne und Marmelade müssen ab und zu drin sein, im Kampf gegen das Islandwetter!

Das Isländische Wetter: beim Meterologischen Institut » www.vedur.is oder bei der größten Tageszeitung Morgunblaðið » www.mbl.is/...

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