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| Unterwegs in Island |
| Bus oder Mietwagen? | Zumindest im Sommer erreicht man per Bus sehr viele Ziele und das auch im Hochland. Und sei es über die
abenteuerlichsten Pisten. Mit einem Zelt im Gepäck ist man nochmal flexibler.
Allerdings ist nicht jede Region oder jeder Standort gegeignet um Ausflüge ohne Auto zu unternehmen. Es ist empfehlenswert die Fahrpläne zu studieren, bevor man sich mit der Unterkunft festlegt.
Bei der Automiete muss man sich zwischen PKW und Geländewagen (um das Hochland befahren zu können und DÜRFEN) entscheiden. Wobei ich finde, dass für den ersten Besuch ein Kleinwagen für 2 Personen völlig ausreicht. Man kann damit sehr viele sehenswerte Ziele und Regionen erreichen. |
| mit dem Linienbus Liniennetz / Fahrpläne Fahrpreise Buspässe Fahrräder Ausflugsbusse Flughafenbus BSÍ Bus Terminal Reykjavik Verpflegungsstop Regionen Stadtbusse Reykjavik |
Busfahren ist erschwinglich und meist erfreulich unkompliziert.
Man kann jederzeit auf der Strecke aussteigen. Einfach
beim Einsteigen den Busfahrer informieren, wo man rausgelassen werden möchte.
Genauso kann man einen Bus an der Straße durch Handzeichen stoppen.
Alle Busfahrer sind mit Telefon ausgestattet und können bei Verspätungen Kontakt aufnehmen. Der Anschluß-Bus
wird in der Regel warten. Die Busse fahren nach unseren Erfahrungen zuverlässig und erstaunlich pünktlich.
Ausnahmen bestimmen die Regel. Ein Problem könnte sein dass man den Bus also solchen nicht erkennt, da es sich um einen neutralen Kleinbus handelt.
Lieber einmal zu viel gefragt ob es sich um den Bus handeln könnte. Mit den Haltestellen ist es ähnlich, sie sind nicht beschildert. Am besten schon bei der Ankunft
z.B. gleich beim Busfahrer erkundigen ob der Bus mit dem man weiterfahren möchte auch von dort losfährt (fast immer der Fall).
Die Haltestellen sind meist nicht weit von den Campingplätzen entfernt.
Eine Reservierung ist nach unseren Erfahrungen bei keiner Linie notwendig oder überhaupt möglich. Es kann aber schon mal eng werden und man muss - in seltenen Fällen - auf dem Gang Platz nehmen. Wir haben es nie erlebt, dass jemand nicht mitgekommen wäre. Oft wird kurzfristig bei Bedarf ein zweiter Bus eingesetzt. Man kann - soweit wir das bisher erlebt haben - immer mit Kreditkarte (VISA/Mastercard) bezahlen. Bezahlt wird eigentlich immer im Bus. In Reykjavik (BSI) und Akureyri gibt es einen Schalter am Busterminal. ! Zum Winterfahrplan (September - Anfang/Mitte Juni) sind die Verbindungen stark eingeschränkt. Nahezu alle Linien sind hier zusammengefasst: » www.nat.is/travelguideeng/bus_stop_the_real_icelandic_old.htm Þingvellir fehlt zwar in der Linenübersicht, ist in den Fahrplänen aber enthalten. Die Zeiten als es ein alle Linien umfassendes Fahrplanheftchen gab, sind leider lange vorbei. Die verschiedenen Busunternehmen können sich darauf wohl nicht einigen. Die Busunternehmen im Einzelnen: » www.sterna.is (ehemals Trex, Fahrpläne, Fahrpreise, Buspässe) » www.sba.is (Fahrpläne, Fahrpreise) » www.re.is (Reykjavik Excursions, Fahrpläne, Buspässe) » www.trex.is (Landmannalaugar / Þórsmörk) » www.stjornubilar.is (Westfjorde, Áætlanaferðir=Fahrplan, Verðskrá=Preise, Hjol=Fahrrad) » www.austfjardaleid.is (Ostfjorde, Fahrpläne) » www.sbk.is (Reykjanes, leider etwas undurchsichtig und fast nix englisch) » Liniennetz / Fahrpläne Reykjanesbær » Fahrplan Sandgerði / Garður » Fahrpreise findet man auf den Seiten der oben genannten Busunternehmen. Die Busgesellschaften Reykjavik Excursions und Trex/Sterna bieten verschiedenste Buspässe an. Sie rechnen sich allerdings meist nicht wenn man sich das anhand der Reiseplanung und Preistabellen (s.o.) konkret durchrechnet. Man bekommt die Buspässe am BSI Busterminal. Für Sterna auch im Busterminal Akureyri. » www.sterna.is/en/page/bus_passports » www.re.is/IcelandOnYourOwn/Passports/ werden, in begrenztem Umfang, so sie sich halt irgendwie verstauen lassen, ebenfalls mitgenommen. Kostet um die 2000 - 2500 ISK. Die Räder kommen entweder ins Gepäckfach oder werden vorne oder hinten auf Hörnern aufgehängt. Je nach Wetterlage und Straßenqualität erhalten sie dabei eine hübsche "Sch(m)utzschicht". Einige Plätze im Hochland sind nur per Ausflugsbus erreichbar: - Herðubreiðarlindir - Askja - Kverkfjöll: » english.sba.is/Sightseeingtours/Excursions/AskjaKverkfjollVatnajokull/ » www.askjatours.is Teilstrecken mitfahren ist möglich wenn Platz vorhanden. Wie das preislich aussieht muss man fragen. Herðubreiðarlindir - Myvatn offenbar ca. 70 - 80 Euro, wobei ich nicht weiß bei welchem Anbieter. -Langisjór: » www.en.geirland.is -Lónsöræfi: » www.eldhorn.is/stafafell/travel/travel.htm siehe » Island - die Anreise - Flybus Der zentrale Bus Terminal in Reykjavík, das Sprungbrett ins Land, hier starten alle Überlandbusse. Nahe am Stadtzentrum gelegen » Map of Reykjavik Nummer 7 (Umferðarmiðstöðin) Tel. 5621011, geöffnet täglich von 4:30 - 24 Uhr Öffnungszeiten und Telefonnummern der Ticketschalter von Reykjavik Excursions, Kynnisferdir und Sterna siehe » www.bsi.is Hier bekommt man Fahrkarten, Fahrpläne, Buspässe, Auskünfte, Informationsbroschüren, kann Ausflüge im Voraus buchen, Gepäck verschicken (siehe auch » Wandern in Island), Gepäck aufbewahren lassen (nicht ganz billig) und gekochte Schafsköpfe essen. "One of the oldest fast food places in Reykjavík located at bus depot BSÍ. Fljótt og Gott serves very traditional fast food with a twist of old Icelandic food. For those who dare the sheeps head comes highly recommended." grapevine.is » www.fljottoggott.is Vom Campingplatz und der City Jugendherberge (» Map of Reykjavik Camping Symbol nahe der Nummer 6) direkt zu erreichen mit dem Stadtbus No. 14 (Fahrgeld von 350 ISK abgezählt bereithalten). Wer die 350 ISK sparen will, hat auf dem kürzesten Weg einen Marsch von rund 3,5 Km vor sich. Die Überlandbusse halten auf den langen Strecken mindestens einmal an einer Tankstelle. Hier kann man den Hunger mit Hot Dog, Suppe, Pommes, Burger oder Eis etc. stillen. Im übrigen eine sehr isländische Gepflogenheit. Für den Fahrer ist es die Mittagspause. Meist ist auch ein kleiner Shop angeschlossen. Die Hochlandbusse legen ebenfalls einen kurzen Verpflegungsstop ein, bevor es in die zivilisationslosen Weiten der Wüsten und Gletscher geht. Sie machen außerdem meist mehrmals auf der Strecke einen Fotostopp an bekannten Sehenswürdigkeiten wie Geysir, Gullfoss, Hveravellir, Landmannalaugar, Eldgjá. die sich gut mit dem Linienbus bereisen lassen, mit Hinblick auch auf Wandern, wären beispielsweise · Die Südküste mit - Seljalandsfoss (hintergehbarer Wasserfall, Bus hält 20 Minuten) - Skogar (Heimatmuseum und Wanderung an der Skogar) - Vik (zum Schwarzen Strand Reynisfjara wandern) - Skaftafell (viele Wandermöglichkeiten u.a. zu den Gletscherzungen, Camping, sonst begr. Unterkunft) - Gletschersee Jökusárlón (heute schon gestaunt, Tagesausflug von Skaftafell) · Im Osten Borgarfjörður eystri (diverse Wandermöglichkeiten, Papageitaucherbeobachtung (5 km) ) · Im Norden - Dettifoss/Asbyrgi und Nationalpark Jökulsárglúfur (einfaches Trekking / Zelt nötig) - Husavik (Walmuseum und Walbeobachtungstouren) - Mývatn (Solfataren beim Námafjall, Krafla und die Spalte Leirhnjúkur, Hverfell und Dimmuborgir) - Ruhesuchende: von Akureyri nach Dalvik und bei Myriam auf » Skeið entspannen und wandern · Die Westfjorde sind etwas zeitraubend und der Bus fährt nicht täglich, aber - Látrabjarg ist die schönste Möglichkeit Papageitaucher zu beobachten und zu fotografieren. - Hornstrandir zum Wandern, mit Boot Isafjördur (Zelt, keine Infrastruktur) · Im Südwesten - der Golden Circle (Þingvellir, Geysir, Gullfoss) - ein Abstecher auf die Westmännerinseln · Im Hochland (Schlafplätze in Hütten sollten reserviert werden): - in Landmannalaugar viele tolle Wandermöglichkeiten (Camping, Hütte) - auch in Þorsmörk viele tolle Wandermöglichkeiten (Camping, Hütten) - Kjölur mit Übernachtung in Hveravellir (Camping, Hütte) Lohnenswert auch der Abstecher zu den Kerlingarfjöll (Wandern, Camping, Hütten). - Sprengisandur mit Übernachtungen in Nyidalur (Camping, Hütte) zum Wandern - Tagesausflug zu den Laki Kratern von Kirkjubæjarklaustur oder Skaftafell (Südküste) - Busausflug zur Askja vom Mývatn aus Liniennetz für Reykjavik und Vororte sowie Fahrpläne, Tarife: » www.straeto.is/english Es wurde stark erweitert und reicht nun bis Akranes, Borgarnes, Hveragherði und Selfoss (Zonen 2-4)! Eine einfache Fahrt in Zone 1 kostet 350 ISK und gilt für den gesamten Großraum inkl. Kópavogur, Hafnarfjörður, Garðabær, Mosfellsbær, Seltjarnarnes und Bessastaðir. Bei einer Umsteigeverbindung fragt man nach einem "Transfer Ticket" (skiptimidi) welches 60-70 Minuten gültig ist. Muss man mehrmals umsteigen behält man dieses eine Transfer Ticket. Für Zone 1 gibt es nun auch einen 1 Day Pass für 700 ISK, und den 3 Day Pass für 1700 ISK. ! Die Fahrer geben KEIN Wechselgeld heraus, der Betrag muss passend gegeben werden. Für Sparfüchse: Vom Campingplatz / City Jugendherberge ins Zentrum der Stadt läuft man etwa 3 Km. Für die Besitzer der "Reykjavík Welcome Card" (erhältlich für 24, 48 und 72 Stunden) gilt freie Fahrt mit allen Stadtbussen sowie freier Eintritt in die meisten Museen, alle Schwimmbäder + Internetzugang in der offiziellen Touristeninformation. Kann sich lohnen wenn man viel unternehmen möchte. Erhältlich u.a. am BSÍ, Campingplatz, der Jugendherberge, Tourist Info. |
| Inlandsflüge | Inlandsflüge sind sicher eine Option.
Evtl. kommt das kaum teurer oder sogar günstiger als mit dem Bus zu fahren. Und
bei guter Sicht muss ein Flug über die Insel grandios sein.
Ich denke, die Chancen spontan fliegen zu können sind normalerweise nicht schlecht, nur wenn die Wochenendpendler unterwegs sind, könnte es enger werden. » www.airiceland.is (Reykjavík, Ísafjörður, Akureyri, Egilsstaðir, Vopnafjörður, Þórshöfn und Grímsey Island) Wer sein Ziel bereits kennt, kann übers Internet problemlos mit Kreditkarte buchen, im Voraus gibt es dann auch immer wieder günstige Tarife. Check In am Inlandsflughafen (Innanlandsflug) von Reykjavík, nahe dem Zentrum (» Stadtplan Kachel 2, Nr. 20), zu erreichen mit der Buslinie 15. Von der Jugendherberge/Campingplatz mit Bus No. 14 zum Hlemmur und dort umsteigen (Fahrgeld von 350 ISK passend bereit halten und ein Transfer Ticket verlangen). Das Gepäck schon vorher einchecken lassen und vor Abflug noch einen Bummel durch die City zu machen geht leider nicht. Gepäck dort einfach derweil unterbringen normalerweise auch nicht. » www.eagleair.is (von Reykjavik nach Höfn, Westmännerinseln, Saudarkrokur, Bildudalur, Gjogur) Der Check In für diese Fluggesellschaft liegt hinter dem Hotel Loftleidir, welches nicht sehr weit vom BSÍ Bus Terminal entfernt ist (» Stadtplan Kachel 2, Nr. 40). |
| Sightseeingflüge | von Reykjavik » www.eagleair.is » www.odinair.is
vom Mývatn » www.myflug.is von Skaftafell » www.atf.is |
| Fähren / Boote | Fähr- und Bootsverbindungen: » Übersicht
! Man sollte eine Fahrt mit Fähre oder Boot nicht unbedingt auf den letzten Urlaubstag legen. Wetterbedingt kann diese ausfallen und wir haben schon halbwegs verzweifelte Burschen im BSÍ beobachtet, die den Heimflug verpasst haben. Stykkishólmur - Flatey - Brjánslækur »www.seatours.is (auf Ferry Baldur gehen) Die (Auto-) Fähre Baldur kürzt über den Breiðafjörður ab und verbindet Stykkishólmur (Snæfellsness) mit Brjánslækur (Westfjorde). Gestoppt wird auch auf Flatey. Die kleine, flache, nur im Sommer bewohnte Insel mit mehreren historischen Holzhäusern eignet sich für einen Übernachtungsstopp für diejenigen, die es nicht so eilig haben. Im Café (hellblau) gab es ausgezeichnete Fischsuppe, und Schlafsackunterkünfte. Einen kleinen einfachen Campingplatz gibt es ebenfalls auf der Insel. Die passende Insellektüre: Das Rätsel von Flatey, ein Krimi von Viktor A. Ingolfsson Westmänner Inseln » www.eimskip.com/... Die (Auto-) Fähre Herjólfur verbindet die Westmänner Inseln (Heimaey, die einzige bewohnte Insel des Archipels) mit dem isländischen Festland. 2010 wurde bei Bakki der neue Fährhafen Landeyjahöfn in Betrieb genommen. » vgwww.vegagerdin.is/... » www.sigling.is/Pages/114?NewsID=1242 (Bilder) Die Überfahrt verkürzt sich damit von 3 Stunden auf 25 Minuten! Allerdings versandet der Hafen wohl regelmäßig, dann wird wieder ab Þorlákshöfn gefahren. Es hatte doch auch einen Grund warum es bisher keinen Hafen zwischen Þorlákshöfn und Höfn gab. Busfahrplan und Preise nach Landeyjahöfn: » www.sterna.is/... Die passende Insellektüre: Das Glühende Grab, ein Krimi von Yrsa Sigurðardóttir Die kleinen Inseln Grímsey (nur hier kratzt Island den Polarkreis) und Hrisey, der Nordküste vorgelagert: » Grímsey und Hrisey von Dalvik » Hrisey von Arskogssandur Westfjorde - Hornstrandir (etwa Ende Juni - Mitte August): Fahrpläne » www.vesturferdir.is/... (Karte am Ende der Seite) » www.nat.is/... » www.sjoferdir.is ab Ísafjörður in die Jökulfirðir (Grunnavík, Hesteyri, Hrafnsfjörður) sowie Aðalvík (Sæból and Látrar) und Hornvík » www.bjarnarnes.is ab Bolungarvík nach Aðalvík, Hestery, Grunnavík, Slétta, Fljótavík » www.freydis.is ab Reykjarfjörður bis Hornvík Bucht man z.B. in der Touristeninformation von Ísafjörður » www.vesturferdir.is. Hat bei uns kurzfristig für den nächsten Tag geklappt. Ostfjorde: Neskaupstadur - Mjoifjordur (Mai - Mitte September) Fahrpläne » www.fjardaferdir.is Die kleine Insel Viðey (Reykjavik) : » www.videy.com Vom 9. Oktober (John Lennons Geburtstag) bis 8. Dezember (John Lennons Todestag) schickt hier der » Imagine Peace Tower seine Lichtstrahlen in den Himmel. |
| Island mit Auto Tanken |
Wer mit dem eigenen Auto unterwegs sein möchte, muss mit dem neuen Fahrplan für die Hin- und Rückfahrt mit der Fähre ab Hirtshals in Summe 4 volle Tage veranschlagen.
Siehe » Anreise mit der Fähre Zu Straßenkarten, GPS Navigation und Routenplaner siehe » Straßenkarten Als Höchstgeschwindigkeit (so nicht anders angegeben) gilt in Ortschaften 50, auf asphaltierten Straßen 90, auf Schotterstraßen 80 km/h (langsamer wäre hier allerdings empfehlenswert, rechnet eher mit einem Schnitt von 40 km/h, bei 3er Straßen eher noch weniger). Es wird grundsätzlich mind. mit Abblendlicht gefahren. Die Geldstrafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen können ein größeres Loch in die Urlaubskasse reißen. Hier kann man sich ausrechnen was es kosten würde auf der Ringstraße mit 115 kmh geblitzt zu werden: » www.us.is/id/4501 (erlaubte Geschwindigkeit auswählen, gefahrene eingeben und Reikna drücken) Macht 50 000 ISK = 315 Euro. Bei Sofortzahlung gibt es "Discount". Es gibt ein paar Starenkästen (u.a. in den großen Tunneln), vor allem aber wird mit Laserpistolen aus fahrenden oder parkenden Autos gemessen. Die Polizei von Blönduos u. Selfoss gilt als besonders emsig. Auch bei Schafen runter vom Gas, entweder stehen oder schlafen sie schon mitten auf der Straße, oder am Rand und man weiß nie genau, in welche Richtung sie flüchten. Und das tun sie garantiert erst im allerletzten Moment. Mutterschafe führen in der Regel 2 Lämmer mit. Befinden sich die Tiere auf unterschiedlichen Fahrbahnseiten springt immer eines noch über die Straße. Die Schafe haften übrigens nicht für den Schaden im Falle eines Falles, im Gegenteil, zumindest der finanzielle Verlust ist dem Farmer zu ersetzen. Es wurde auch ein Film darüber gemacht » Autofahren in Island » Traffic&Signs (PDF) Einen Vergleich der aktuellen Benzin (heißt auf Island schlicht und einfach 95 oktan) und Diesel (=dísel) Preise bietet: » www.gsmbensin.is An machen Tankstellen muss man immer, an anderen kann man außerhalb der Öffnungszeiten mit Kreditkarte bezahlen. Hierzu benötigt man die PIN! (4-stellig!) Meist muss man im Vorhinein einen Geldbetrag eingeben (hoch genug eingeben wenn man einen vollen Tank haben möchte, es wird hinterher nur abgebucht was auch bezogen wurde). Als Sprache konnte man glaube ich immer Englisch wählen. Das Ganze lief immer problemlos. N1 und Shell bieten auch Guthabenkarten an. » www.skeljungur.is/English An den Tankstellen kann man das Auto kostenlos mit Schlauch und Bürste waschen. Vom Hochland abgesehen (hier glaub ich genau eine einzige Tankstelle) gibt es ausreichend Tankstellen auf Island. Aber die Abschnitte dazwischen können lang sein, und der Verbrauch auf den Schotterstraßen ist höher. Besser die Tankanzeige im Auge behalten und die Gelegenheiten nutzen. |
| Mietwagen | Mietwagen sind in der Vor- und Nachsaison schon relativ erschwinglich. Zur Hochsaison aber immer noch teuer. Nachvollziehbar wenn man bedenkt, dass sich das Geschäft nach wie vor
zum ganz großen Teil auf 3 Monate im Sommer beschränkt, und die Fahrzeuge bei der Qualität der Straßen relativ stark beansprucht werden.
Deshalb wird bei 2 Personen meist die kleinste Kategorie gebucht, was selbst mit Campingausrüstung (unter Einbeziehung der Rückbank und ohne Stühle Tisch etc.) noch machbar ist.
Es gibt mehr als einen Urlaub füllende Ziele in Island, die mit jedem Kleinwagen zu erreichen sind. Falls die Priorität nicht auf dem Hochland liegt, würde ich bei der ersten Islandtour keinen teuren Geländewagen mieten. Wenn auch die Schotterstraßen (sie werden weniger und weniger) natürlich mit einem Geländewagen bequemer zu fahren sind. Lohnenswert kann dann eher eine Fahrt per Bus ins Hochland sein. Siehe » Routenplanung F Straßen (Mountain Roads, d.h. das gesamte Hochland und ein paar andere Strecken) dürfen bei keinem Autovermieter mit normalen PKWs befahren werden. Es erlischt der Versicherungsschutz! Wer auf eigene Faust ins Hochland fahren will, kommt nicht um die wirklich hohen Mietkosten für einen Geländewagen (der vom Vermieter dafür als geeignet befunden wird, Vierradantrieb allein reicht da nicht aus) herum. Auch schließen so gut wie alle Autovermieter die Hochlandstraße Kjalvegur (ehemals F35, heute 35) über den Kjölur für normale PKW explizit aus, obwohl sie ihr F schon vor Jahren verloren hat! Genauso wenig darf man über Kaldidalur oder nach Landmannalaugar fahren, auch wenn diese Pisten theoretisch mit einem normalen PKW befahrbar wären, weil alle Flüsse überbrückt oder unterrohrt wurden. Das wird inzwischen auch kontrolliert » www.forum.islandreise.info/viewtopic.php?f=2&t=2534 siehe Beitrag von Dieter. Weiter sollte man beachten das Schäden die durch das Durchfahren von Flüssen entstehen, grundsätzlich (unabhängig vom Wagentyp) nicht versichert sind. Auch Schäden am Unterboden/Ölwanne sind normalerweise nicht versichert. Die 2. Einschränkung für das Bewegen im Hochland ist die Wattiefe des Fahrzeugs. Beim Jimny oder Gand Vitara ist sie mit 40 cm angegeben. Da ist die Grenze des machbaren bei einigen Flüssen, je nach aktueller Lage (Regen etc.) schnell erreicht. Mehr sollte man sich als Ungeübter aber vielleicht auch erstmal nicht zumuten. Aber ich bin sicher, dass man auch mit diesen Fahrzeugen, mit Umsicht und vorherigem Durchwaten von Flüssen zu Fuß, erstmal viel Schönes im Hochland entdecken kann, wenn man sich geeignete Strecken heraussucht. Der günstigste hochlandtaugliche Wagen ist üblicherweise der Jimny. Vom Platzangebot ist er wirklich nur für 2 Personen mit Gepäck geeignet. Wir haben bisher bei » www.holidayautos.de gebucht und gute Erfahrungen gemacht (Island, Irland, Neuseeland, Bretagne). In Island arbeiten sie mit Hertz zusammen, momentan mit Thrifty. Tipps in Foren haben bei mir bisher noch zu keinem güstigeren Angebot geführt - vorausgesetzt man möchte rundum versichert sein. Die Konditionen: unbegrenzte Kilometer (ein Muss in Island), Kfz-Diebstahlversicherung (in Island eher unwichtig), Flughafenbereitstellung, voller Versicherungsschutz OHNE Selbstbeteiligung, auch bei Schäden an Glas, Dach und Reifen (in Island nicht verkehrt). Die Autovermietung vor Ort erhebt zwar die Selbstbeteiligung, sie wird aber von Holiday Autos erstattet. Auf dem Voucher steht dieser Passus teils direkt drauf, manchmal auch nicht. Die meisten Angestellten der Autovermietungen wissen wann der Kunde bis an die Zähne versichert ist. Wir hatten leider schon mal ein Voucher wo die Reduzierung der Selbstbeteiligung auf 0.- nicht wie wohl sonst üblich gleich auf der Vorderseite zu lesen war, und man hat uns (ohne böse Absicht) eine teure Zusatzversicherung angeboten. Um unnötige Verunsicherung bei sich selbst zu vermeiden, am besten im Vorfeld Voucher und AGB studieren. Uns sich ggf. beim Vermittler rückversichern. Ein zusätzlicher Fahrer kostet bei Hertz ca. 300 ISK am Tag, max. 2000 ISK. 2 x habe ich bisher einen Yaris 3-Türer angemietet, und trotzdem eine 5-Türer bekommen (in der Nebensaison allerdings). Es gibt natürlich viele andere Autovermieter und günstigere Raten, dann aber meist mit einer hohen Selbstbeteiligung. Aber googelt und vergleicht selbst. Apropos Toyota Yaris: Sollte man Probleme beim Starten haben, ist vermutlich die Fußmatte zu weit hoch gerutscht (die Kupplung muss voll durchgetreten sein). |
| Straßensituation Im Hochland |
Das isländische Straßensystem ist grob in 4 Kategorien eingeteilt:
Nationalstrasse Nr. 1 - der Hringvegur (Ringstraße). 1350 km lang und Königin des isländischen Straßensystems. Nur noch wenige Kilometer im Nordosten sind noch nicht asphaltiert. Nur im Bereich Reykjavík - Hveragerði mehrspurig. Führt teils durch wunderbare Landschaften und vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten. Im Westen weniger spektakulär, dafür relativ stark befahren. 2 Ziffern Straßen sind meist auch schon asphaltiert. Wenn nicht, sind sie meist gut in Schuss, relativ breit, und weisen wenig Schlaglöcher und Wellblech auf. Die kleinen Steine auf der Oberfläche bedingen eine umsichtige Fahrweise. 3 Ziffern Straßen würde man, ist man ehrlich, ungern mit dem eigenen PKW befahren. Schlaglochfelder, Schüttelwellblech und ordentliche Steigungen bremsen einen hier oft aus, was bei der Zeiteinteilung zu berücksichtigen ist. Es ist zwar tatsächlich so, dass der Fahrkomfort bei Geschwindigkeiten über 65 kmh spürbar zunimmt, aber Schlaglöcher von Yaris-verschlingender Größe tauchen grundsätzlich erst im allerletzten Moment auf. Also doch besser langsam machen. Weil Bremsen müssen darf man dann auch nicht mehr. Der Zustand der nicht asphaltierten Straßen hängt auch stark davon ab, wann sie das letzte mal prepariert wurden. F Straßen (Fjallvegir - mountain roads) sind Hochlandpisten die nur für Geländewagen geeignet sind. Das wird oft auch durch ein Verkehrszeichen angezeigt. Die Pisten können unterschiedliche Schwierigkeitsgrade (Zustand, Orientierung, Sand, Schwemmsand, Flüsse) aufweisen. Man sollte sich im Vorfeld gewissenhaft über die gewünschten Routen informieren. Nicht alle sind anfängergeeignet. Auf die Situation bzgl. Mietwagen und Versicherungsschutz wurde oben bereits eingegangen. Unklar ist mir nach wie vor, wie es aussieht wenn man mit seinen eigenen (in Deutschland zugelassenen) PKW (2x2, bzw. keine Geländewagen) im Hochland unterwegs ist. Auch diese Diskussion hat für mich keine wirkliche Klarheit gebracht » www.forum.islandreise.info/viewtopic.php?f=20&t=2151 Mehr bzgl. Hochlandpisten siehe weiter unten. Infos zum Isländischen Straßennetz: » www.vegagerdin.is (aktueller Zustand, Öffnungszeiten der Hochlandpisten) Die Isländer asphaltieren wie die Wilden, das Straßenbild ändert und "verbessert" sich ständig. Da Asphalt/Schotter einen starken Einfluß auf die Reisegeschwindigkeit haben, ist es praktisch eine aktuelle isländische Straßenkarte zu verwenden. » Kartenmaterial Brücken sind fast immer einspurig. Bei nicht asphaltierten Straßen sind am Übergang von Brücke zu Schotter meist sehr tiefe Schlaglöcher. Sobald im Hochland die Schneeschmelze einsetzt, werden die Pisten (F-Straßen) gesperrt. Es handelt sich dabei um ein striktes Fahrverbot !. Sie sind mit Wasser vollgesogen, das Befahren würde zur Schlammschlacht werden und die Pisten ruinieren. Ein Verstoß dürfte teuer werden. Kontrolliert wird u.a. aus der Luft. Nach und nach, meist über den Juni verteilt, werden die Pisten geöffnet. Wann das ist, hängt stark von den Witterungsbedingungen im Winter und Frühjahr ab. Statistik der Öffnungzeiten (PDF, 2,4 MB) » Opening of mountain roads Mit einsetzten der Frühjahrssperre wird vom Straßenamt eine wöchtentlich aktualisierte Karte zur Situation der Hochlandstraßen rausgegeben: » condition of mountain tracks Sie ist, neben dem Internet, üblicherweise an Informationsstellen, Tankstellen etc. einzusehen. Der schraffierte Bereich ist gesperrt. Bis dahin die aktuelle Situation hier: » road conditions entire country Grundsätzlich sollte man sich im Hochland mit Bedacht bewegen. Das gilt besonders für das Furten. Selbst wenn in neuen Karten Pisten durch Flüsse gemalt oder Furten gekennzeichnet sind, heißt das nicht automatisch, dass diese selbst für einen großen Geländewagen fahrbar sind. Siehe » Gefahr durch Landkarten Die Situation an den Furten kann stark variieren, abhängig von Jahreszeit (Schneeschmelze), Tageszeit / Sonne (Gletscherschmelze), Regenfällen usw. Welche Furt für das Auto machbar ist, hängt nicht zuletzt von der Wattiefe des Wagens ab. Und da ist es notwendig die Tiefe und Lage (!) der Furt zu Fuß zu ergründen. Die ausgefahrene Busspur ist wohl meist eher die schlechtere Wahl. Beim Furten mit Auto haben wir keine Erfahrung. Grundsätzlich wohl schön langsam aber stetig fahren, nicht Halten, nicht Kuppeln. In welchen Bogen (mit und gegen die Strömung) man üblicherweise fährt sollte man sich vorher schlau machen. Im Zweifelsfall sowieso besser auf ein anderes Fahrzeug mit erfahrenerem Fahrer warten und sich die Spur abgucken. Im Notfall ist dann Hilfe zur Stelle. Trotzdem kann man beobachten, wie Fahrzeuge bedenkenlos mit Vollgas durch Furten gejagt werden ohne vorher auch nur kurz zu Zögern. Letztendlich kann das ein teures Vergnügen werden, eine Versicherung zahlt hier in keinem Fall. In seltenen Fällen hat so ein Abenteuer auch schon tödlich geendet. Ab September, spätestens im Oktober muss man im Hochland mit dem Wintereinbruch rechnen - mitunter überraschend. Man sollte nun nicht mehr allein im Hochland unterwegs sein. Nach und nach werden nun wieder die Hochlandpisten geschlossen. Es ist aber eigentlich kein Fahrverbot, sondern deutet mehr darauf hin, dass man irgendwann auf ein ernsthaftes Hinderniss, z.B. in Form von Schnee, stoßen wird. Die Pisten werden nun nicht mehr gewartet. Es scheint bei den Isländern sehr beliebt mit den Superjeeps im Winter durch's Hochland zu pflügen. Bei geschlossener Schneedecke ist nämlich Offroad-Fahren erlaubt. Ansonsten ist Offroad-Fahren auf ganz Island strenstens verboten und wird geahndet. Kjölur (35): Die Hochlanddurchquerung über die Kjölur hat vor wenigen Jahren das F für Mountain Road verloren. Nichtsdestotrotz ist es (noch) eine Schotterpiste, die man dem normalen PKW dann doch nur bei guten Bedingungen (Wetter aktuell und in den Tagen zuvor) zumuten sollte / kann. Die meisten werden ihrem eigenen PKW das sowieso nicht zumuten wollen. Und die meisten (alle?) Autovermieter schließen die Kjölur für normale PKW nach wie vor explizit aus! Es gibt noch andere Strecken im Hochland, die man bei guten Bedingungen auch mit einem normalen PKW befahren könnte, da sie keine Furten aufweisen, z.B. die Kaldidalur (die kürzeste und höchstführende der 3 Hochlanddurchquerungen) und Landmannalaugar auf den Pisten F26/F208 (von Norden her, nicht über Eldgjá!!). Kurz vor Landmannalaugar endet die Fahrt an einem Parkplatz bei einer Furt. Auch der Abstecher vom Kjalvegur (Kjölur) zu den Kerligarfjöll wurde entschärft. Aber es bleiben trotzdem grobe Schotterpisten, einspurig, mit Wellblech und Schlaglöchern! Der Wagen könnte schon in einem Urlaub um Jahre altern. Von evtl. Problemen mit der Versicherung, bzw. den Bergungskosten wenn man liegen bleibt, mal ganz abgesehen. Im Islandreise-Forum gibt es auch eine » 4x4 Rubrik. Eisenbahnen gibt es nicht auf Island. Noch nicht? » www.icelandreview.com/... |
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