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Hier haben wir unsere Fußabdrücke hinterlassen. Empfehlenswerte Touren die sich alle auch mit öffentlichen Bussen realisieren lassen.

Mehrtägige Touren Tagestouren
Der Alte Kjalvegur   Auf alten Wegen durchs zentrale Hochland
Laugavegur    Heiße Quellen, Gletscher, Wüste
Nationalpark Jökulsárglúfur  Donnernde Wasser
Hornstrandir     Blühende Wiesen, weiße Strände, steinige Plateaus
Víknaslóðir  in den nördlichen Ostfjorden
Þorsmörk     Paradies unter Gletschern
Landmannalaugar     Berge wie gemalt
Nżidalur     Mitten im Hochland
Gletschersee Jökulsarlón     Treibende Eisberge
Mżvatn Region     Ein geologisches Freilichtmuseum
Entlang der Skógar     Eine Verkettung schöner Wasserfälle
Skaftafell NP     Idylle zwischen Gletscherzungen
Vik     Schwarzer Sand für Strandläufer

Auf dem Alten Kjalvegur - Auf alten Wegen durchs zentrale Hochland         ca. 50 km » zur Auswahl

Jahrhunderte lang durchquerten die Isländer das karge, von Vergletscherung und Vulkanismus geprägte Landesinnere um z.B. zu den Thingveranstaltungen zu gelangen oder Handel zu betreiben. Das bedeutete tagelange Ritte zu Pferd, den Unbilden des Wetters ausgesetzt, mit reißenden Gletscherflüssen konfrontiert und der Angst vor Gesetzlosen oder übernatürlichen Wesen im Nacken.

Der alte Kjalvegur war eine dieser Routen durch das Hochland. Eine relativ kurze Verbindung die auch Weideplätze für die Pferde bot. Letzteres kann man sich bei einer Fahrt auf der Piste kaum vorstellen. Gute Bedingungen, wohl gerade im Vergleich zur weiter östlich verlaufenden Sprengisandur-Route. Der alte Kjalvegur verlief ursprünglich quer durch die Kjalhraun, später dann, nach einem Unglücksfall bei dem 1780 5 Menschen von einem Schneesturm tödlich überrascht wurden (» Beinaholl), weiter westlich, entlang der Ausläufer der Berge des Langjökull. Überhaupt wurde die Kjölur Route zum Ende des 18. Jahrhunderts kaum mehr bereist. Zum einen war das Althing aufgelöst worden, der Handelsverkehr über die Küste ausgebaut, und die Furcht vor dem Hochland größer geworden.

Der dänische Landvermesser Daniel Bruuns entdeckte Ende des 19. Jahrhunderts auf eigene Intitative und mit Unterstützung der isländischen Regierung die alten Reitwege wieder. Sie wurden in Folge mit großen Steinwarten markiert. Diese ragen noch heute aus der Landschaft und weisen wieder Reitergruppen mit großen freilaufenden Herden den Weg.
» Klassiker Online - Bruuns Großer Dank an Dieter Graser der sich die Mühe gemacht hat unter anderem das Buch Buuns zu seinen Forschungsreisen online bereit zu stellen (engl.).

Der Kjölur ist eine » Geröll-/Kieswüste auf einer Höhe um die 600 - 700 m. Im Westen begrenzt vom 60 km langen Gletscher Langjökull, im Osten vom Rhyolithgebirge Kerlingarfjöll mit Gipfeln bis zu 1477 m und nördlich davon dem knapp 1000 qkm großen und 1775 m hohen Hofsjökull. Einen großen Teil des Gebiets nimmt das Lavafeld des Schildvulkans Strżtur - die Kjalhraun - ein. Nördlich an die Lava angrenzend befindet sich das Thermalfeld Hveravellir - die Ebene der heißen Quellen. Im Norden schließt sich eine Moränen- später eine Tundrenlandschaft an, die teilweise durch einem Stausee für das Blanda-Kraftwerk geflutet wurde. Von Süden her kommt man vorbei an den Islandhighlights Geysir und Gullfoss, wo auch die Linienbusse einen Fotostop einlegen. Dann läßt man schnell die Vegetation hinter sich, eine Weile noch begleitet von Lupinenfeldern die als Bodenbereiter eingesetzt werden. Vorbei an dem Tafelberg Bláfell tritt man über einen 700 m hohen Pass in den Kjölur ein. Unter dem großen Steinhaufen am Pistenrand soll ein Troll stecken. Reisende werfen einen weiteren Stein darauf, damit der böse Geselle für immer begraben bleibt.

Heute kann man im Sommer die Kjölur-Route auf der Hochandpiste 35 (Kjalvegur,das F wurde ihr inzw. genommen) bequem in wenigen Stunden mit Bus, Geländewagen oder bei guten Bedingungen auch mit einem normalen PKW befahren. Sie verläuft östlich der alten Wege und ist eine » Schotterpiste. Die Flüsse jedoch sind inzwischen alle überbrückt. Wenn kein Nebel über dem Land hängt, ergeben die riesigen Gletscher Lang- und Hofsjökull und markante Berge vulkanischen Ursprungs einen großartigen Landschaftseindruck.

Wanderung
Angelehnt an den alten Reitweg kann man den zentralen Teil der alten Kjölur-Route erwandern. Die rund 50 km lange Tour ist vielleicht nicht ganz so spektakulär wie der LAUGAVEGUR aber trotzdem nicht langweilig. Man bewegt sich mitten im Hochland, flankiert von einem 60 km langen Gletscher und markanten Tafelbergen. Wir haben trotz grauer Wolken über uns die Weite des Hochlands unheimlich genossen. Zudem ist die Wanderung relativ einfach und wenig anstrengend da man sich nahezu immer auf gleicher Höhe bewegt. Auf 3 1/2 Tage aufgeteilt sind es eher Halbtagesetappen von etwa 4 ½ Stunden Gehzeit.

Obwohl die Tour nun wirklich nicht unbekannt ist, trafen wir im Juli 2003 wenig andere Wanderer. Den Hüttenbucheinträgen nach ist es zeitweise recht einsam hier, aber auch ganze Reisegruppen kommen lang. Mit etwas Glück kommt ein Reitertrupp vorbei. Auf einen Reiter kommen 2-3 Pferde. Die Ersatzpferde werden als freilaufende Herde mitgeführt, ein tolles Bild wenn dieser große Haufen mit wehender Mähne durch die Landschaft trabt.

Der Weg ist teils mit Steinmännern, Schildern, selten Pflöcken markiert. Die Orientierung mit Karte ist relativ klar wenn nicht gerade dichtester Nebel herrscht. Zwischen Hveravellir und Þjófadalir kann man sich bei schlechter Sicht an der Piste orientieren, sonst an den gut sichtbaren Wegspuren, später am Fluss Fúlakvísl. Nur das letzte Stück nach Hvítárnes ist mehr mit Bauchgefühl zu bewältigen, s.u. Wasser findet man bei den Hütten.

In welche Richtung man läuft ist egal. Wir starteten in Hveravellir, da wir von Norden her kamen. Hier sollte man sich allein einen halben Tag Zeit nehmen um die Gegend zu erkunden, speziell die form- und farbenschönen heißen Quellen. Im Hintergrund erhebt sich die Eiskappe des Hofsjökull. Man kann auf den Spuren Islands berühmtesten Geächteten wandeln: Eyvindur, geboren Anfang des 18 Jahrhunderts und aufgewachsen im Arnes Bezirk, war ein geschickter und gutherziger Charakter. Nur hatte er eine kleine Schwäche: die Dieberei. Dafür wurde er von einer verärgerten Landstreicherin mit einem Fluch belegt: dass er das Stehlen nie mehr lassen würde können. Da ein Fluch nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, sollte er zumindest nie erwischt werden. Eyvindur läßt sich mit der Witwe Halla ein, über die keiner etwas Gutes zu berichten hatte. Wegen ihrer grausamen Verbrechen verbringen die beiden ganze 20 Jahre als Geächtete in Vogelfreiheit. Sie haben sich an verschiedenen Stellen im Hochland aufgehalten. Auch hier in Hveravellir. Sie konnten hier in einer heißen Quelle gestohlenes Fleisch kochen. Die Quelle heißt heute » Eyvindarhver. In der Nähe sieht man ein befestigtes Loch in der Erde, hier sollen sie gehaust haben. Folgt man dem Weg in die Lava kommt man zu der Höhle Eyvindarhellir die als Versteck gedient haben sollte. Noch ein Stück weiter ragt eine bildschöne » Lavablase auf. Sie mag als Versteck für gestohlene Schafe gedient haben.

Hveravellir - Þjófadalir
Im Nieselregen startend sahen wir keinen Abzweig und wanderten die erste Etappe auf der Piste. Sie endet auf einen kleinen Sattel über dem Þjófadalir. Am Fuß des Hügels (ausgeschildert) zweigt der alte Kjalvegur ab, führt östlich um den Þjófafell herum. Damit umgeht man aber das schöne grüne Tal, oder macht einen Umweg. Vom Ende der Piste führt ein Trampelpfad in das Þjófadalir hinunter. In den Signalfarben Rot und Gelb leuchtet die winzige » Wanderhütte. Da die Etappe eh eher kurz ist, hat man Zeit einen der umliegenden Hügel zu besteigen. Wir sind am Abend noch auf den kleinen Bergrücken Þverfell spaziert und hatten einen phantastischen Blick auf einen Teil des » Langjökull. Es führt ein etwas schlecht auszumachender Trampelpfad hinauf. Oder z.B. den Raudkollur (1075 m). Der Warden in Hveravellir kann da sicher Tipps geben. Ein ständiger Begleiter waren hier die Goldregenpfeifer deren durchdringender Warnton variiert, je nachdem ob man sich dem Vogel nähert oder sich von ihm entfernt. Weitere Mitbewohner im Tal sind die Schafe.

Þjófadalir - Þverbrekknamúli
Zum offenen Talausgang geht es hinaus aus dem Þjófadalir. Der weitere Weg des alten Kjalvegur gleicht, wo er durch große Flächen am Boden kriechender Weiden führt, fast einem Kartoffelacker. Vielleicht durch die Pferde herausgetrampelt. Ein Stück weit läuft man über bequem zu begehende Lava der Kjalhraun, vorbei am auffallenden Tafelberg Hrútfell, von dem 3 kleine Gletscherzungen herunterkommen. Rechts kommt ein Fluss heran, tief in den Fels gegraben. Dann kamen wir an eine kleine Brücke über die Schlucht gelegt. Pflöcke markierten einen Wanderweg der in die Hügel auf der anderen Seite führte. Zwar fehlte jegliche Beschilderung und in der alten Karte ist nichts verzeichnet, aber der Weg führte uns durch die Múlar Hügel von hinten her zur Hütte Þverbrekknamúli. Alternativ kann man weiter dem Reitweg folgen bis dieser sich wieder dem Fluss nähert, der hier wiederum durch eine Schlucht rauscht. Hier gibt es eine weitere Brücke und der Weg führt direkt zur Hütte. Der Weg ist so halt länger. Aus Süden kommend soll man die Brücke recht leicht übersehen.
Die Variate über die Múlar schien uns damals recht neu zu sein. Habe gelesen dass die südliche Brücke schon mehrmals den Winter bzw. die Schneeschmelze nicht überlebt hat und erneuert werden musste. Frage mich ob man den Aufwand mit 2 Brücken wirklich aufrecht erhält.

Þverbrekknamúli - Hvítárnes
Über die südliche Brücke erreicht man jedenfalls den Reitweg wieder. Der führt nun fast schnurgerade Richtung Hvítárvatn, links ragen die Kerlingarfjöll auf, im Rücken der Hofsjökull. Relativ nah am Ziel wurde es mit dem Weg irgendwie unübersichtlich. Die Pfade wurden immer schwächer ausgeprägt oder verloren sich im Sand. Überraschenderweise trafen wir trotzdem auf zwei am Boden liegende Wegweiser zu den Hütten Hvítárnes (nach rechts) und Árbúðir (nach links, eine Hütte ca. 4 km westlich von Hvítárnes die von Reitergruppen genutzt wird). Weiter der Nase nach erreichten wir die » Hütte Hvítárnes problemlos. So gesehen ist die Orientierung bei einem Start bei Hvítárnes schwieriger. Irgendwann wird man aber den deutlichen Reitweg finden.

Von der Hütte sind es noch 8 km Piste bis zur Kreuzung mit dem neuen Kjalvegur. Hier kann man den Bus stoppen - nordwärts gehend gegen 11:30 Uhr, südwärts 13:30 Uhr.

! Wir hatten stets Wind, und somit mit Fliegen keine Probleme. Die Hüttenbücher allerdings enthalten viele Einträge von Geplagten. Es empfiehlt sich ein Mückennetz für den Kopf mitzunehmen. Sie stechen zwar nicht, aber zum einen sind die Viecher sehr lästig, und sie krabbeln in die Ohren rein, was echt ekelig ist.

Eine (sehr grobe) Wegskizze und Kurzbeschreibung der Wanderung: » www.nat.is/...

ANFAHRT:   
Von Mitte Juni bis Anfang September wird der Kjölur täglich in beide Richtungen Reykjavík <-> Akureyri von den Hochlandbussen der Norðurleið befahren. Bei Geysir, Gullfoss werden ca. 20 minütige Fotostops eingelegt. Fahrplan: » www.sba.is/... und » Preise
Die Schotterstraße über den Kjölur (Kjalvegur) ist - zumindest bei guten Witterungsbedingungen - mit einem normalen PKW befahrbar, da alle Flüsse auf der Strecke überbrückt sind. Man hat ihr auch inzwischen das F für Fjallaleid (mountain road) gestrichen. Doch Achtung: Trotzdem schließen sie wohl viele Autovermietungen für normale PKWs aus, d.h. der Versicherungschutz erlischt. Vorraussichtliche Öffnungszeit der Piste: siehe » www.vegagerdin.is

ÜBERNACHTUNG:   
Folgende Hütten liegen in dem Gebiet:
» Hveravellir: Privat betriebene Hütte, zur Saison (mind. Juli/August) mit Hüttenwart besetzt.
Gegenüber auf der anderen Seite des Parkplatzes der Campingplatz. Die heißen Quellen und ein sehr schöner natürlicher Badepool befinden sich in direkter Nachbarschaft. Im Osten thront der etwa 15 km entfernte Gletscher Hofsjökull.
Hütten des Wandervereins » Ferðafélag Íslands:
» Þjófadalir, winzige Hütte für 12 Personen, außer einem kleinen Tisch keine weitere Ausstattung. Wasser holt man vom Bach. Etwas oberhalb, da das hübsche grüne Tal von einigen Schafen bewohnt ist (die sich nachts gern an der Wellblechkante der Hütte den juckenden Pelz kratzen, wobei die Hörner immer wieder gegen die Wellblechfassade klopfen). Rundrum auch gute Plätze für das Zelt.
» Þverbrekknamúli, 20 Personen, Einraum-Hütte neueren Datums, an einem kleinen See gelegen. Es blühte gerade dick das Arktische Weidenröschen. Wasser und Gasherd, Gasofen waren vorhanden, komfortable Toiletten in separatem Häuschen. Draußen blies der Wind, und wir quartierten uns drinnen ein. An richtig gute Plätze für ein Zelt direkt bei der Hütte kann ich mich nicht wirklich erinnern, sollten sich in der Umgebung aber auch finden lassen.
» Hvítárnes, 30 Personen. Die älteste Hütte des FÍ, urig in quasi traditionellem Baustil. Wasser und Gasherd in der Küche, Gasofen in einem der Räume. Toiletten ein paar Meter entfernt am Parkplatz. Es spukt im Haus - heißt es. Die Hüttenbucheinträge, z.T. recht phantasievoll, sind nicht für dünnhäutige Gemüter geeignet. Zeltmöglichkeiten finden sich ebenfalls.
» Preise für Hütten/Camping

Die Aussagen sind widersprüchlich ob und wann die Hütten offen stehen und wann sie in Betrieb genommen werden (d.h. fließend Wasser angestellt) . Wir fanden die Situation im Juli 2003 (08. - 11.) folgendermaßen vor: Die Hütten waren alle offen, und in Betrieb. Warden waren keine vor Ort, abgesehen von Hveravellir. Die anderen Hütten werden wohl sporadisch betreut. Die Übernachtungsgebühr wird in eine Box entrichtet (entsprechend kleine Scheine vorsehen). Wer kein Zelt dabei hat, und auf Hütte und die Küche angewiesen ist, sollte sich im Vorfeld über die Situation und ob eine Reservierung notwendig ist informieren. (Wandergruppen können Hütten komplett belegen.)
Mehr zu den Hochlandhütten siehe » Wandern in Island

KARTEN:   
Mál og menning Sérkort Kjölur 1:100.000
Landmælingar Ìslands Atlaskort 1:100 000 Blað 55 Hveravellir und Blatt 56 Kerlingarfjöll (sehr alte Karten). Im » lmi Map Window kann man bis in diese Karten zoomen.
» www.hveravellir.is/... einige Kartenskizzen mit "Spaziergängen" zwischen Hvítárvatn und Hveravellir, auch Abstecher vom alten Kjalvegur, allerdings ohne jegliche Beschreibung oder Angaben zu Orientierung / Wegbeschaffenheit.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc.:   
Keine wirklichen, in der Hütte Hveravellir hatten sie eine kleine Auswahl Tütengerichte für Notfälle. Dafür gibt es in Hveravellir einen schönen Naturpool zum Baden.




Im Kjölur





Eyvindarhver


Lavablase


Þjófadalir





Quellmoos


Goldregenpfeifer


Auf dem Þverfell


Blick aus dem Þjófadalir


Hütte Þjófadalir


Nachts um vier Uhr








Hrútfell bei Þverbrekknamúli


Arktisches Weidenröschen


Alter Kjalvegur


Hvítárnes


Klohäus'l


Road to nowhere


Svartá und Kerlingarfjöll


Crossroad Hvítárnes

Þorsmörk - Paradies unter Gletschern » zur Auswahl

Der Wald (mörk) des Donnergottes Thor (Þor) liegt eingebettet zwischen Eyjafallajökull, Mżrdalsjökull und Tindfjallajökull und im Schatten dieser Eiskappen klimatisch begünstigt. Weshalb hier Birken übermannshoch wachsen und auf satten Wiesen Blumen blühen. Ein kleines Paradies. Für isländische Verhältnisse. Im Süden, auf der anderen Talseite der Krossá, wild zerklüftet das "Goðaland" (Land der Götter). Die Wände der tiefen Schluchten sind begrünt mit Moos, Gras und Farn. Der Gletscherfluss Krossá trennt diese beiden Gebiete. Dank einer Fußgängerbrücke stellt er aber kein unüberwindliches Hindernis dar.

Diese Karte » www.re.is/media/PDF/walkmap2004.pdf gibt einen guten Überblick über das Gebiet, Lage der Hütten und die Wandermöglichkeiten.

Valahnúkur - Diesen kleinen Aussichtsberg (465 m) sollte man in jedem Fall mitnehmen.
Der Aufstieg von 250 Hm ist unproblematisch. Von der Hütte im Langidalur z.B. als Rundweg in ca. 1 ½ - 2 h. Unten im Tal zieht die Krossa ihr Netz aus silbernen Wasseradern. Im Süden blickt man hinauf zum Eyjafallajökull und über das zerfurchte Goðaland, im Osten der Mżrdalsjökull. Unter beiden Gletschern schlummern Vulkane. Man kann einen Teil des Aufstiegs des anspuchsvollen Wanderwegs nach Skógar an der Küste über den Pass zwischen den beiden Gletschern ausmachen. Im Norden leuchtet der kleine Tindfjallajökull, unterhalb schneidet sich der Markarfljót Canyon durch die Landschaft. Wer nach Landmannalaugar aufbrechen will, dem weist schon hier der markante Berg Hattafell die Richtung.
Stakkholtsgjá
Stakkholtsgjá - Die schöne Schlucht mit den steilen, begrünten Wänden gehört bei einem Þorsmörk-Besuch praktisch zum Programm. Wir hatten sie trotzdem fast für uns allein. Auf der südlichen Talseite der Krossá geht es westwärts, durch den ein oder anderen Bach, bis zum Schluchteingang der Stakkholtsgjá. Am Ende der Schlucht knickt der Bach rechts in eine kleinere Schlucht weg, hier geht es nicht mehr groß weiter. Links aber verjüngt sich die Schlucht, man klettert fast wie in eine Höhle. Von oben herab fällt Licht und ein extrem fotogener Wasserfall (Stativ nicht vergessen!). Von Langidalur oder Básar aus ca. 1 ¼ - 1 ½ h einfach.

Wir starteten von Básar aus über den kleinen Sattel Fremra-Básarskarð, und durch die Schlucht Hvannárgil ins Haupttal. Vom Eingang zur Stakkholtsgjá, kann man im Haupttal noch ein Stück weiter auf der Piste Richtung Westen gehen (ca. 250 m). Nach dem Queren des Baches aus der Stakkholtsgjá geht es links einen kleinen Rücken hinauf. Von dort hat man einen Blick auf die Gletscherzunge Steinsholtsjökull und den Gletschersee Steinsholtslón. Dieser war allerdings '01 ausgetrocknet. Alles in allem waren das 6 Stunden.

Tungnakvíslarjökull - im "Land der Götter"
Von Básar geht es auf der Piste so lange im Haupttal Richtung Osten bis man eine Brücke erreicht. Man überquert diese und zweigt dann nach rechts Richtung Tungnakvíslarjökull ab. Durch ein grünes Tal, über einen kleinen Sattel mit schönem Ausblick geht es bis zum Fuß der Gletscherzunge. Mächtig liegt sie vor den Augen der Betrachter, bricht steil ab. Vorsicht, oben auf der Kante liegen Steine, bisweilen auch größere, die schon mal gern ganz plötzlich herabfallen. Ca. 4-5 Stunden

In Þorsmörk startet oder endet im Übrigen der LAUGAVEGUR die abwechslungsreiche Wanderung in 4 Tagen nach
LANDMANNALAUGAR. Auch ist es möglich über den 1000 m hohen Pass Fimmvörðurháls nach SKÓGAR an der Küste zu Wandern. Diese Tour setzt allerdings Trittsicherheit, Kondition und eine gewisse Grundschwindelfreiheit voraus, das Wetter sollte gut sein.

Wir starteten hier Ende Juni auf den Laugavegur. Die Vegetation in diesem kleinen Gebiet war überraschend üppig, die Wiesen bereits satt grün mit vielen Blümchen. Skaftafell war noch längst nicht so weit. Die Hütte im Langidalur wurde gerade aus dem Winterschlaf geholt. Im nächsten Jahr waren wir nochmal im Juli 2 Tage da. Es war auf den Campingplätzen natürlich mehr los, aber in der Stakkholtsgjá und am Tungnakvíslarjökull waren wir nicht ganz aber fast allein. Zu weiteren Erkundigungen hat unsere Zeit nicht gereicht.

ANFAHRT:   
Busse ab Reykjavík verkehren im Sommer 1 - 2 mal täglich. Die Busse tauchen hier beim Furten z.T. recht tief in die Flüsse ein, was durchaus zu kleineren Überschwemmungen der Gepäckfächer führen kann. Ein großer Müllsack im Rucksack kann auch hier hilfreich sein. Angefahren wird Husadalur (Campingplatz, Hütte bzw. neuerdings Jugendherberge und Holzhütten) betreibt. Von dort aus werden auch Langidalur und Básar sowie die Stakkholtsgjá angefahren » Fahrplan & Preise Þorsmörk

Es müssen bestimmt 20 Bäche und spätestens ab dem Gígjökull auch tiefe Gletscherflüsse gefurtet werden. Die Furten sind teilweise durchaus anspruchsvoll. Nur mit entsprechendem Geländewagen machbar. Von einer Furt duch die Krossá sollte man absehen.

ÜBERNACHTUNG:   
Im Tal befinden sich 3 Hütten mit Campingplätzen.
» Skagfjordsskáli: im Langidalur - Hütte des Wanderverein Ferðafélag Íslands, 75 Personen. Möglichkeit mit dem Bus von Husadalur rüber zu kommen gibt es wohl. Ansonsten lohnt selbst der ca. halbstündige Fußmarsch. Denn die Hütte und besonders der angeschlossene Campingplatz sind wunderschön gelegen mit Blick auf die Gletscher. Für Fußgänger gibt es eine Brücke über die Krossá ein Stück flussabwärts.
» Básar: Ebenfalls nett gelegen in einem Birkenwäldchen, sind Hütte und Campingplatz des Wanderverein » Útivist, eine weitere gute halbe Stunde Fußmarsch von Langidalur entfernt. Bietet sich als Stützpunkt für die Wanderung nach Skógar an der Küste an. Und für alle die mit dem Geländewagen anreisen, da die Krossá nicht gefurtet werden muss. Auch vom Bus angefahren.
» Husadalur: Campingplatz, Hütte bzw. neuerdings wohl » Jugendherberge. Der Platz ist nicht so schön gelegen wie die anderen (finde ich). Man setzt auf Komfort: es gibt Sauna und neuerdings auch ein Hotpot.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc.:   
zeitweise kleiner Kiosk bei der Hütte Langidalur, Husadalur: "light lunch, beverages and more" .

KARTEN:   
» www.re.is/media/PDF/walkmap2004.pdf (PDF) guter Überblick über das Gebiet, die Lage der Hütten und Campingplätze und der Wandermöglichkeiten. Da die offiziellen Wanderwege hier sehr gut beschildert sind, reicht das im Prinzip.
Die Wandervereine verkaufen bei den Hütten normalerweise auch ähnliche Faltblätter.
Mál og menning Sérkort FJALLABAK Hekla-Laki 1:100.000
Landmælingar Íslands Sonderblatt Þorsmörk / Landmannalaugar 1:100 000, topographische Karte, allerdings nur der Laugavegur eingezeichnet

Reykjavík ist gerade mal 150 km entfernt, ab Freitag Nachmittag rollt eine kleine Autokarawane heran. Dann weht der Duft von Gegrilltem durch die Birkenwäldchen, und eine lange Nase macht wer grad sein karges Mahl auf dem Campingkocher zum Quellen bringt. Große Feste an verlängerten Wochenenden wie Anfang August, oder das letzte Juniwochenende, wenn der erste Ferienlohn ausgezahlt wird, sind legendär. Nicht nur das Gletscherwasser fließt dann im Tal in Strömen.


Landmannalaugar - Berge wie gemalt » zur Auswahl

Vielbesuchter, sehr sehenswerter Ort im Hochland. Das Fjallabak ("hinter den Bergen") ist aufgrund der Formen und Farben der Landschaft ein ungeheuer reizvolles Gebiet. Schon die Anfahrt, von Westen her über die F225, von Osten her über die F208 (diese Pisten nur mit geländegängigen Fahrzeugen möglich, oder mit den im Sommer täglich verkehrenden Bussen) ist sehenswert. Die 2 Stunden Aufenthalt der Busse (wenn sie denn pünktlich sind) reichen definitiv nicht aus. Eine Übernachtung in der Hütte (reservieren!) oder auf dem Campingplatz sollte man in jedem Fall einplanen.

So quirlig es am Campingplatz zugeht, so wenige Meter muß man sich entfernen, bis man wieder ganz unter sich ist.

Der Klassiker: Von der Hütte aus führt ein Weg hoch in die Lavazunge Laugahraun, durchquert diese, und führt zu den Solfataren unterhalb des bunten Berges Brennisteinsalda. Als Rundweg geht es durch die kleine Schlucht Grænagil zurück zum Campinplatz. Vorher sollte man aber dem mit Pflöcken markierten Laugavegur ein Stück zwischen der östlichen Seite der Brennisteinsalda und der herabquellenden Lavazunge hinauf folgen. Es zweigt - wenn man an der Quelle der der Laugahraun etwa grad vorbei ist - ein sichtbarer Pfad (damals nicht ausgeschildert oder markiert) auf der flachen, südlichen Seite der Brennisteinsalda zum Gipfel ab. Kurzer und wenig anstrengender Aufstieg, tolle Aussicht ! In der neuen (nicht in der alten) Auflage des Michael Müller Reiseführer steht "Besteigung schwierig, wir raten Unerfahrenen ab." (?) Wir waren 2003 dort oben und können das nicht nachvollziehen. Es war sogar sehr einfach. Macht in Summe eine gute Halbtagestour.

Bei einigermaßener Sicht sollte man den Bláhnjúkur (940 m) besteigen. Man benötigt eine gute Stunde für den Aufstieg von 360 Höhenmeter. Selbst wenn der Gipfel in Wolken steckt, schon auf halber Höhe erfasst man erst recht die einzigartige Lage dieses Campingplatzes. Vom Gipfel ist der Ausblick überwältigend bei Fernsicht, weit ins Hochland bis zu den großen Gletschern. Abstieg auf gleichem Wege oder auf der anderen Seite hinunter (teilweise steil und etwas rutschig, evtl. Stöcke mitnehmen) und durch die Laugahraun oder Grænagil zurück.

Bei meinem ersten Besuch bin ich mit einer Gruppe über die Suðurnáumur (916 m) zur Háalda (1089 m). Mit Sicherheit auch eine sensationelle Aussichtstour, nur leider war das Wetter damals nicht so. Und hier dürfte der Andrang auf dem Gipfel schon deutlich geringer sein als auf dem Bláhnjúkur. In einem Bogen über die Brennisteinsalda ging es zurück zum Campingplatz. Das war eine ausgewachsene Tagestour, zum größten Teil weglos, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Man kann auch direkt von der Háalda zur Laugahraun absteigen.

Einmal sind wir zum Ljótpollur gewandert. Häßlicher Teich soll das heißen. Stimmt aber nicht, es ist ein schönes ovales Maar. Die Wände des mit Wasser gefüllten Kraters sind tief violett- bis rostrot. Man kann den Krater auf dem Grat umrunden und hat dabei auch keine schlechte Aussicht. Wir haben kein besonders gutes Bild davon, aber dieses hier zeigt den » Krater sehr schön. Je nachdem wie man den Weg legt kann man das zu einer ausgewachsenen Tagestour ausdehnen. Man kommt auch an dem Bilderbuch Krater Stútur vorbei. Er fällt schon bei der Anreise mit dem Bus aus Reykjavík ins Auge (direkt neben der Piste, kurz hinter dem Frostastaðavatn, ca. 2 km vor Landmannalaugar). Nun hat man auch Gelegenheit auf den Krater zu steigen und hinein zu schaun. Er ist mit schwarzen und roten Lavabrocken gefüllt (Waldfruchtkrater :-).

Bei unserem letzen Aufenthalt, als Umsteig-Übernachtung für die Sprengisandur Route, machen wir einen Nachmittagsspaziergang auf den Vörðunúkur. Den Abzweig zum Bláhnúkur hinter uns gelassen, sahen wir 2 Menschen aus der Ferne. Die Aussicht so genial wie die Aussichten im Fjallabak sind. Bis Kerlingarfjöll und Vatnakökull.

Hier startet (oder endet) der abwechslungsreiche LAUGAVEGUR in 4 Tagen südwärts nach ÞORSMÖRK
Man könnte auch die erste Etappe des Laugavegur als lange Tagestour machen. Vom unglaublich platten Berg Hrafntinnusker hat man einen fantastischen Blick nach Süden. Unterhalb des Berges gibt es eine bekannte Eishöhle, wir waren allerdings nie dort. Die Höhle betreten sollte man nicht weil gefährlich. Das Eis arbeitet und jederzeit können Teile einstürzen. Leider kam es so auch schon zu einem tragischen Todesfall.

Mehr Wandertipps bekommt man sicher bei den Betreuern der Hütte oder im Fjallafang Cafe.

ANFAHRT:   
Ab mitte/Ende Juni - Mitte September (je nach Fortschritt der Schneeschmelze) tägliche Busverbindung aus Richtung Reykjavik und Skaftafell. Fahrpläne und Preise: » von Reykjavik und » von Skaftafell (hier wird die Piste u.U. etwas später geöffnet)
Desweiteren gibt es die Verbindung » Landmannalaugar <-> Myvatn Dabei muss mindestens einmal in Landmannalaugar übernachtet werden.
Mit einem nicht geländegängigen Mietwagen sind alle F-Straßen gesperrt. Mit dem eigenen PKW ist die Fahrt nach Landmannalauger, sofern das Wetter mitspielt, von Westen über die nördliche Route F26/F208 holperig aber möglich. Die einzige Furt auf dieser Route ist kurz vor Landmannalaugar. Man kann den Wagen dort am Parkplatz stehen lassen.

ÜBERNACHTUNG:   
stark besuchte » Hütte des Ferðafélag Íslands (Reservierung notwendig, laut landmannalaugar.info für die Hochsaison schon Monate im voraus) und großer, steiniger Campingplatz mit guten sanitären Einrichtungen. Im Fjallabak Naturschutzgebiet darf nur auf offiziellen Campingplätzen übernachtet werden.

KARTEN:
Landmælingar Íslands Sonderblatt Þorsmörk / Landmannalaugar 1:100 000, allerdings nur der Laugavegur eingezeichnet
Mál og menning Sérkort FJALLABAK Hekla-Laki 1:100.000, enthält einige Rundwanderungen (Wegmarkierungen in diesen Karten können allerdings mißverständlich bis falsch oder gar fahrlässig sein, deshalb zwecks konkretem Wegverlauf bei der Hütte oder im Cafe erkundigen)
Im Fjallafang-Cafe bekommt man eine » Übersichtskarte mit den Wandermöglichkeiten.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc:   
Das "Fjallafang"-Cafe: 2 alte amerikanische Schulbusse, in Shop und Cafe umgebaut.
» Nína und Smári versorgen die Gäste mit dem Nötigsten, Schokoladenkeksen, heißen und kalten Getränken, Sandwiches und sogar frischem Fisch fein zubereitet. Ihre Seite » www.landmannalaugar.info lohnt genauso einen Besuch.

Eine weitere Attraktion ist der Naturpool bei den heißen Quellen ein kleines Stück neben der Hütte. Frühmorgens hat man noch am ehesten die Chance auf ein ruhiges Bad. Die Wassertemperatur variiert, vermutlich abhängig von Regen o.ä. Bedingungen. Die letzten Jahre war von Parasiten die Rede. Das Umziehen erfolgt auf einer kleinen Holzplattform. Dabei ist es in den meisten Fällen recht frisch. Entsprechend schwer fällt es den Pool wieder zu verlassen.
! Die eigenartig hellen Rhyolithberge rundrum leuchten spät am Abend golden wenn die Sonne darauf scheint. Also öfter mal noch einen Blick aus dem Zelt werfen.
 


Dieses Panorama entstand beim Aufstieg auf den Bláhnjúkur. Links sieht man die bunte Brennisteinsalda und die kleine Schlucht Grænagil. Rechts am Fuß der Lavazunge, unterhalb der Wiese, der Campingplatz. Die sattgrüne Wiese rührt von den heißen Quellen her, und ist leider ein Sumpf statt einer bequemen Zeltunterlage. Hinter der Lavazunge ragt der Rücken der Suðurnáumur auf, die Háalda ist der graue Gipfel ein Stück rechts der Brennisteinsalda, über dem grünen Hügel, der hinterste Berg den man sieht.


Laugavegur - Heiße Quellen, Gletscher, Wüste         ca. 55 km » zur Auswahl

Der Laugavegur ist der bekannteste Wanderweg Islands, hoffnungslos überlaufen für die einen, einfach grandios für die anderen. Wem es nicht einsam genug sein kann wird hier wohl falsch sein.
Lohnt es sich den Laugavegur zu laufen?     Ja, es lohnt sich!

Man durchwandert in vier Tagen absolut faszinierende Landschaften, einschließlich der Start-/Endpunkte Þorsmörk und Landmannalaugar. Wenngleich Zahlen von 8000 - 9000 Wanderer in der eigentlich fast nur 2 monatigen Saison (2005) einen auch nachdenklich machen.
Ein Grund mehr den Appell von Kerstin, für zwei Sommer der Hüttenwart in Emstrua, zu beherzigen » Bitte schützt das, was ihr liebt.

Eine (sehr grobe) Wegskizze hier: » www.nat.is/travelguideeng/hiking_laugavegur.htm und ausführliche Informationen zur Wanderung: » www.fi.is/de/wanderwege/laugavegurinn---wanderweg/

Anforderung / Schwierigkeit
Schwierig zu formulieren wenn man sein Gegenüber und dessen Hintergrund nicht kennt. Für gewohnte Wanderer mit Kondition und Ausdauer stellt der Laugavegur kein Problem dar.
Er ist durchgehend mit Pflöcken markiert. Natürlich ist es gut und beruhigend ein GPS mit den Weg-/Hüttenkoordinaten dabei zu haben. Es ist aber kein Muss.
Im Bereich der bunten Rhyolithberge (besonders südl. des Hrafntinnusker) mit zahlreichen heißen Quellen, also warmen Bächen und unter Umständen gleichzeitig noch Altschneefeldern, ist besonders auf dünne Schneebrücken zu achten! Vorhandene Spuren lassen nicht auf deren Stabilität schließen. Speziell in den hohen Lagen kann dichter Nebel die Orientierung erschweren, wenn die nächsten Pflöcke nicht mehr sichtbar sind. Aufgrund der Höhe muss man in diesem Abschnitt auch mehr noch auf die Wetterlage schaun. Obwohl so bekannt und viel begangen, und unter guten Bedingungen relativ einfach, sollte die Sache nicht unterschätzt werden. Immer wieder verlieren Menschen auch auf diesem Weg in einem Wettersturz ihr Leben, verlieren die Orientierung und erfrieren. Nicht zuletzt wegen mangelnder Ausrüstung. Im Zweifelsfall bei den Hütten abwarten, und grundsätzlich den Rat der Warden einholen und beherzigen.

Ausrüstung
Trekkingsandalen und Wanderstöcke gehören definitiv ins Gepäck. Es müssen ein paar Flüsse gefurtet werden. Normalerweise sind sie bis etwa knietief. Der eine oder andere kann, abhängig von Tageszeit, Temperatur, Regen, und nicht zuletzt der Körpergröße durchaus Oberschenkeltiefe erreichen. Die Stöcke stabilisieren dabei ungemein. Ansonsten ist Zwiebeltechnik wie so oft sehr praktisch. Denn es kann warm, aber auch leider sehr ungemütlich sein.
Die Stöcke leisten auch bei ein paar kurzen aber steilen Hängen, auf ausgedehnten Altschneefeldern und in der sandigen Wüste Emstrur gute Dienste. Falls das Wasser in den Hütten noch nicht angestellt ist, es findet sich in der Umgebung in jedem Fall ein klarer Bach. Am Hrafntinnusker zur Not Schnee schmelzen. Aber auch da soll es irgendwo westlich der Hütte Frischwasser geben.

In welche Richtung man startet ist im Prinzip egal. Von Süd nach Nord, sind ein paar Höhenmeter mehr zu erarbeiten, was aber lediglich an dem steilen Aufstieg am Jökultungur zwischen Álftavatn und Hrafntinnusker spürbar ins Gewicht fällt. Ich persönlich würde sagen, von Süd nach Nord steigert sich der Landschaftseindruck.

In Þorsmörk übernachtet/zeltet man am schönsten bei der Hütte im Langidalur. Wenn man Zeit hat lohnt es sich das Tal zu erkunden. Zumindest sollte man den Hausberg Valahnúkur besteigen und wenn möglich den Wasserfall in der Stakkholstgjá besuchen. Siehe ÞORSMÖRK

Þorsmörk - Emstrua/Botnar (ca. 13 km)
Der Laugavegur startet über anfangs leicht hügeliges Gelände, mit übermannshohen Birken bewachsen, eine Rarität auf Island. Das erste kleine Hindernis könnte die Þröngá darstellen. 98 furteten wir hier einen einarmigen, für mich bereits oberschenkeltiefen stark strömenden und trüben Fluss. Zwei Jahre später durchquerten an der Stelle 2 wadeltiefe Bäche. Weiter geht es mal hügelig, mal eben dahin. Es lohnt sich mal zurück zu blicken, der Eyjafallajökull sieht gewaltig aus. Den Canyon der Fremri-Emstruá überwindet man mit Hilfe von Seilen und einer » Brücke. Der folgende kurze aber steile und sandige Anstieg ist etwas anstrengend. Jetzt denkt man die Hütten könnten langsam auftauchen, aber ein Stück ist es noch. Die
» Zeltmöglichkeit befindet sich unterhalb der Hütte am Bach.

Emstrua/Botnar - Álftavatn (ca. 16 km)
Nach einem kurzen » Anstieg geht es lange mehr oder weniger eben dahin. Der Tag hat » Wüstencharakter. Der Untergrund ist teils sandig was das Gehen anstrengender macht. Zwei große Gletscherflüsse sind zumindest für Fußgänger überbrückt. Ein paar » Bäche und 2 normalerweise knietiefe klare » Flüsse müssen gefurtet werden. Man kann die Etappe bereits bei der Hütte Hvanngil beenden. Oder nach einer weiteren Stunde über leicht hügeliges Gelände am Álftavatn. Bei Windstille spiegeln sich die umliegenden Berge im » See.

Álftavatn - Hrafntinnusker (ca. 12 km)
Der anstrengende Tag für die die in nördliche Richtung laufen. Bald schon steht man vor einem Stück Arbeit. Der steile 300 Hm Aufstieg am Jökultungur. Die Belohnung folgt aber auf dem Fuß: » eine gingantische Aussicht. Ein aprupter Szenenwechsel. Ein in weiche Formen erodiertes Rhyolith Plateau in » Erdtönen. Aus den Furchen steigt der Dampf der heißen Quellen auf. Es folgt nun ein stetes Auf und Ab durch eine Vielzahl von Furchen zur Hütte am Hrafntinnusker. Anfang Juli kann es sein dass Schnee die Landschaft quasi
» einebnet. Wie unterschiedlich man ein und den selben Weg erleben kann: die gleiche Stelle » im Juli 1998. Man sollte nicht völlig unbedarft den Spuren im Schnee folgen. Manche Schneebrücken über die Furchen mit den warmen Bächen sind in der Zwischenzeit dünn geworden. Auch » tiefe Löcher können überraschend auftauchen. Ich habe mich ehrlich gesagt nach den 600 m Aufstieg und aufgeweichten Schneefeldern ausgelastet gefühlt. Fitte könnten die folgende Etappe nach Landmannalaugar direkt dranhängen, es geht nur noch bergab. Für einen abendlichen Ausflug auf den platten Berg Hrafntinnusker haben die Kräfte noch gereicht. Man blickt bis zum Eyjafallajökull. Rundherum steigt » der Dampf der heißen Quellen auf.

Hrafntinnusker - Landmannalaugar (ca. 12 km)
Für die in Landmannalaugar startenden ist es die Arbeit, für die anderen nur noch einer langsamer Abstieg von 600 Höhenmetern. Durch die Höhenlage sollte man auf das Wetter schaun. Bei dichtem Nebel kann hier die Orientierung schwierig werden.

ANFAHRT:   
siehe ÞORSMÖRK, und LANDMANNALAUGAR

ÜBERNACHTUNG:   
Bei allen Hütten gibt es Zeltmöglichkeiten. Und es wird ausdrücklich gewünscht dass man diese Möglichkeiten nutzt. Im Bereich des Naturparks Fjallabak ist Wildcampen sowieso verboten.
ÞORSMÖRK
LANDMANNALAUGAR
» Emstruar / Botnar: 2 Hütten, 40 Personen. Direkt unterhalb an einem Bachlauf die Zeltmöglichkeit. Entgegen der Empfehlung eines Trekkingführers » eine Bitte
» Hvanngil: 1 Hütte, 70 Personen. Zwischen Lavaschollen eine Campingplatz mit Rasen.
» Àlftavatn: 2 Hütten, 58 Personen. Am Abfluss des Sees sehr schöne Zeltmöglichkeiten auf einer großen Wiese. Bei Windstille spiegeln sich die umgebenden » Berge im See.
» Hrafntinnusker: 36 Personen. Nahe bei heißen Quellen gelegen, die allerdings nicht zum Bad geeignet sind. Der Campingplatz befindet sich etwas unterhalb der Hütte. Der Pass kann allerdings durchaus Anfang Juli noch komplett schneebedeckt sein. Der Boden ist sandig, mit glänzenden schwarzen Obsidiansplittern und -steinen übersät. Die besten Plätze sind im Schutz aus Lavabrocken errichteten Mauern. Die Konstruktionen lassen ahnen wie hier teils der Wind pfeifen mag.
» Preise für Hütten/Camping

Wer kein Zelt dabei hat, und auf Hütte und die Küche angewiesen ist, sollte sich im Vorfeld bei
» Ferðafélag Íslands informieren wann die Hütten offen stehen und wann man wie reservieren kann. Bei inzwischen angeblich 8000 - 9000 Wanderern die hier pro Saison unterwegs sind, ist das vermutlich notwendig.

KARTEN:   
Landmælingar Ìslands Sonderkarte (Sérkort) Þorsmörk/Landamannalaugar (Masstab 1:100 000)
Mál og menning Sérkort FJALLABAK Hekla-Laki 1:100.000

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc:   
begrenzt möglich an Start- und Endpunkt, siehe ÞORSMÖRK, und LANDMANNALAUGAR

DVD-Tipp:    Stefan Erdmann hat nach seinem wunderbaren Islandfilm auch einen Film, ganz auf seine Art, über seine Wanderung auf dem Laugavegur gemacht. Es gibt keine bessere Möglichkeiten sich auf die Wanderung einzustimmen, oder sie sich nochmal in Erinnerung zu rufen. » www.islandfilm.de




Hattafell




















Hütte Hrafntinnusker


Aussicht vom Hrafntinnusker


Aussicht vom Hrafntinnusker


Eyjafallajökull


Ankunft in Landmannalaugar


Nationalpark Jökulsárglúfur - Donnernde Wasser         ca. 30 km » zur Auswahl

Die Tour hab ich Mitte August 2000 alleine in Angriff genommen. Das Wetter hat mitgemacht und mir einen strahlenden Tag am Canyon der Jökulsá á Fjöllum geschenkt. Überrascht war ich wie Wenige dort unterwegs waren. Zwei Schweizerinnen starteten wie ich am Dettifoss, dem mächtigsten Wasserfall Islands. So war ich also doch nicht allein, sondern in sehr netter Gesellschaft. Wir 3 Mädels waren dann zwei Tage fast völlig unter uns. Vielleicht auch weil Mitte August doch schon Saisonende ist.

Die Wanderung ist kurzweilig und bietet fantastische Blicke auf die Canyonwelt, mit bizarren Schloten und Lavaformationen wie Karl og Kerling oder die Hjólðaklettar. Den roten Berg hatten wir leider ausgelassen. Aber ein Grund irgendwann wiederzukehren ist ja auch nicht schlecht. Vom Aussichtspunkt Klappir hat man zum Schluß einen tollen Blick auf die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi. Ein Hufabdruck von Odins achtbeinigem Pferd Sleipnir soll es sein. Geologisch betrachtet ist es eher eine ehemalige Fallstufe des der Jökulsá á Fjöllum, die ihren Flusslauf später nach Osten verlagerte.

Man wandert gemütlich auf kleinen Pfaden auf der Westseite entlang dem mächtigen Gletscherfluss. Etwa 30 km ist die Tour lang. An Orientierungsprobleme kann ich mich nicht erinnern, alles war gut ausgeschildert. Die Schilder weisen auch auf kleine Abstecher zu Aussichtspunkten.
Nicht allzuweit nach dem Start am Dettifoss gabelt sich der Weg. Eine Tafel informiert über den weiteren Wegverlauf. Es bieten sich 2 Möglichkeiten: Die einfachere Route führt links oberhalb entlang. Die andere begibt sich tiefer auf eine alte Flussterrasse. Hier muss man sich anfangs eine Steilstufe mit Hilfe eines Seils ein paar Meter hinunterhangeln. Mit schwerem Rucksack etwas wackelig aber machbar. » http://home.arcor.de/iceland20062/diashow/...
Es lohnt sich, der weitere Weg unten im Canyon ist sehr abwechslungsreich, und führt am ebenfalls imposanten Hafragilsfoss vorbei. Hier unten ist ein schöner Platz für eine Pause. Später geht es um einen Einschnitt den ich - ok, es ist schon ein paar Jahre her - weder als sehr rutschig noch wirklich ausgesetzt (so im Trekkingführer aus der Baumann Reihe beschrieben) in Erinnerung habe. Zu heikel fand ich allerdings den Abstieg hinunter nach Ásbyrgi. Hier ging es wieder lediglich an einem Seil eine 25 m hohe Steilkante senkrecht hinunter. Mit dem großen Rucksack war uns das zu abenteuerlich. Man kann allerdings auch einfach weiter geradeaus gehen, dann läuft sich die Steilkante langsam zur Straße hin aus, wobei man bei der Tankstelle heraus kommt, wo auch der auch der Bus hielt. Inzwischen ist diese Stelle wohl » entschärft !

Ich kam damals vom Mżvatn und konnte am Parkplatz des Dettifoss dem Busfahrer der Route Akureyri-Husavik-Ásbyrgi-Hjólðaklettar-Dettifoss-und-zurück den großen Rucksack mitgeben. Er hat ihn dann vor der Hütte der Parkverwaltung im Vesturdalur abgestellt (ist wohl keine Unterkunftshütte!). Das war sehr angenehm, ein befreites Wandern sozusagen.

Dettifoss -> Vesturdalur ca. 6-7 h, Vesturdalur -> Ásbyrgi ca. 4-5 h.

ANFAHRT:   
mit den Bussen der SBA Nordurleid (18. Juni - 31. August)
Fahrpläne: » Myvatn-Krafla-Dettifoss und » Akureyri-Husavik-Asbyrgi-Dettifoss
Preise: » Scheduledbusservice/Prices
Wer sich mit dem Auto zum Dettifoss mitnehmen läßt: Darauf achten dass man auf der richtigen Seite rauskommt. Die Wanderung verläuft entlang dem westlichen Ufer der Jökulsá á Fjöllum.

ÜBERNACHTUNG:   
Für diese Tour benötigt man ein Zelt. Man befindet sich dabei im Nationalpark Jökulsárglufúr, Zelten ist hier nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Im Vesturdalur, auf etwa halber Strecke, ein einfacher Campingplatz (Wasserleitung und Plumsklo) der Nationalparkverwaltung. Bei Ásbyrgi 2 Campingpätze. Beim Dettifoss muss es einen kleinen ausgewiesenen Platz zum Zelten geben. Die Trinkwasserversorgung erfolgt maximal über eine Wassertonne, man sollte Wasser mitbringen.

KARTEN:   
Es gibt zwar die Sonderkarte Húsavík / Mżvatn 1:100 000 von Landmælingar Íslands, aber die Anschaffung lohnt für diese Tour nicht. Zumal die Wanderung nicht eingezeichnet ist.
Der Naturschutzrat gibt ein » Faltblatt heraus (Kostenpunkt vermutlich um die 150 ISK) das eine recht gute Kartenskizze vom Nationalpark enthält, mit den Wanderwegen. Bei der Übernachtungsgebühr im Vesturdalur war dieses Faltblatt dabei, aber da ist die Tour ja schon halb geschafft. Bekommen kann man das Blatt auch in den Touristeninfos, mindestens in Akureyri oder am Mżvatn, vermutlich auch in Reykjavík.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc:
ca. 1 km vom Campingplatz Ásbyrgi an der Straße 85 Tankstelle mit Cafeteria/Shop.













Nżidalur - Mitten im Hochland » zur Auswahl

demnächst ...






Hornstrandir - Blühende Wiesen, weiße Strände und steinige Plateaus » zur Auswahl

Hornstrandir ist ein kleines Paradies abseits vom Rest Islands.

Einsamkeit, raue Landschaft, extreme Wetterumstände, schwierige Wegverhältnisse. Eine der wildesten Landschaften Europas. Schlagworte die im Zusammenhang mit dem nordwestlichsten Zipfel Islands gerne fallen. Deshalb war ich auch sehr unsicher, ob ich mich trauen sollte mich dort aussetzen zu lassen. Zumal ich damals allein unterwegs war. Glücklicherweise hab ich allen Mut zusammengenommen und es gewagt. Wenn auch nur für 3 Tage, aber die waren wunderschön. Und genau genommen war ich auch nicht allein, Uli aus Deutschland und ein isländisches Ehepaar hatten das gleiche Ziel. Ein Jahr später (2001) waren Tom und ich nochmals für 4 Tage auf Hornstrandir.

Man erreicht Hornstrandir nur per Boot. Es führen keine Straßen dorthin. Es gibt auch keine Anlegestellen, das Ausbooten erfolgt mit dem Schlauchboot. Es gibt keine Läden, keine Bewirtung, ein paar Schlafsackunterkünfte an wenigen Plätzen, und die dreieckigen isländischen Plumstoiletten.

Die Westfjorde und so auch Hornstrandir sind ein Plateau aus dem die eiszeitliche Vergletscherung Buchten und Trogtäler herausgearbeitet hat. Das Plateau ist steinig und vegetationslos. Vielerorts fällt es praktisch senkrecht ab.
Anfang des 20 Jahrhunderts waren fast alle Buchten bewohnt, erst von Wahlfängern, später bildete der Heringsfang die Grundlage für das, nach unseren Maßstäben, entbehrungsreiche und harte Leben. Das Ausbleiben des Herings setzte Anfang der Vierziger Jahre eine Landflucht in Gang, die zur völligen Aufgabe dieses nördlichsten Zipfels der Westfjorde Mitte der Fünfziger führte. Heute stehen vereinzelt noch Ruinen, die an den Einzug des Betonzeitalters erinnern. Viele der alten Häuser werden noch von den Nachfahren der Siedler als Sommerhäuschen erhalten und gepflegt. Neu gebaut darf nicht werden. Allerdings mutet manche Restaurierung überraschend mondän an.

Da Hornstrandir heute, abgesehen von den Sommerhäuschen, unbewohnt ist und es keine Schafe gibt, ergießen sich die alten Hofwiesen im kurzen Sommer in ein Blütenmeer aus Gelb und Pink. Am Abend kommt der Polarfuchs zu Besuch, sucht am Strand nach Fressbarem. Da man ihnen hier offenbar nicht nachstellt sind die Tiere, die einzigen Landsäugetiere Islands vor der Besiedlung durch den Menschen, hier relativ wenig scheu. Die weißen Sandstrände sind eine Besonderheit für Island.

Die Einsamkeit ist relativ. Man muss mit allem rechnen. Tagelang keinem Menschen zu begegnen ist vermutlich genauso möglich wie direkt neben einer ganzen Truppe Isländer vom Wanderclub zu campieren, die sich die Nacht lang Steaks auf den Grill werfen und (feucht)fröhliche Lieder singen. Beides ist denke ich mal die Ausnahme. Man sollte aber nicht damit rechnen prinzipiell für sich allein zu sein.

Die Wandermöglichkeiten sind zahlreich. Auf unten genannter Karte sind sie verzeichnet. Lange Trekkingtouren sind möglich, z.B. entlang der nördlichen Buchten, wie beschrieben in Abenteuer Trekking von Erik van de Perre, Bruckmann Verlag (vergriffen), oder dem Reiseführer Island von Jens Willhardt und Christine Sadler, Michael Müller Verlag.
Diese Tour ist mehr für Erfahrene bei guter Vorbereitung geeignet. Die Übergänge vom Plateau in die Täler können steil und heikel sein, Altschneefelder das Vorankommen erschweren, Nebel und Unbilden des Wetters es ganz verhindern. Die Wegverhältnisse sind teilweise schlecht, vielfach weglos und kaum markiert. Ein Reisebericht: » www.lomur.de

Wer sich das, wie wir nicht zumuten will, muss aber nicht auf Hornstrandir verzichten. Viele Buchten werden von den Booten angefahren, man kann hier sein Zelt aufschlagen und Tageswanderungen unternehmen. Oder sich, wie wir, kleinere und einfachere Etappen vornehmen. Sæból und Látrar in der Aðalvík und Hesteyri in den Jökulfirðir beispielsweise sind wunderschöne Plätze mit tollen Stränden und lassen sich auf schönen Wegen verbinden.

Hesteyri - Sæbol (Aðalvík) - ca. 13 km, 4 h
Von Hesteyri zuerst südwärts am Strand entlang, dann durch etwas sumpfige Wiesen gewinnt man langsam an Höhe und erreicht kurz drauf einen sichtbaren Wanderpfad der sich bald nach Westen wendet. Man hat einen phantastischen Blick über die Jökulfirð bis zum Drangajökull und nach Süden auf die Fjorde um Bolungavik und Isafjörður. Man durchquert ein kleines Feuchtgebiet und einen Bachlauf, folgt einem bequemen Weg über die Sléttuheiði bis man hinunter in das Starðardalur mit einem See und einer kleinen Kirche blicken kann. Es geht zügig hinunter, dann sucht man sich den Weg vorbei an See und Kirche zu den Sommerhäusern von Sæbol mit einem schönen Strand.

Hesteyri - Látrar (Aðalvík) - ca. 10 km, 4 h
Von Hesteyri geht es westlich des Flusses Hesteyrará auf einem gut sichtbaren Pfad / alten Fahrweg langsam ansteigend auf das Plateau hinauf. Anfangs durch üppige Wiesen, läßt die Vegetation mit den Höhenmetern immer mehr nach. Dafür tun sich wunderschöne Blicke in die Jökulfirðir auf. Das Plateau ist steinig und völlig vegetationslos. Hier und da kleine Tümpel und Schneereste, auch Ende Juli noch. Hier oben ist der Weg mit Steinmännern markiert und eigentlich ganz gut auszumachen. Bei schlechter Sicht wollen wir hier allerdings nicht unterwegs sein. Die Abbruchkanten sind fast senkrecht. Vom Mannafjall kann man die die hübsche kleine Bucht Miðvík hinunterblicken. Deutlich sanfter geht es in die nördliche Aðalvík Bucht hinuter. Bald durch blühende Wiesen, anschließend durch einen breiten Dünengürtel bis zum Zeltplatz an der Notschutzhütte bei Látrar. Hier kann man beispielsweise einen Ausflug zu den Ruinen der ehemaligen Radarstation Skorar (auf 435 Metern Höhe) unternehmen. Es führt gut sichtbar der alte Fahrweg vom Flugfeld hinauf. Auch als Rundweg durch das Öldudalur machbar. Ca. 5 h.

Zeitlich sind Juli und August günstig, nach schneearmen Wintern vielleicht schon ab Mitte Juni.

ANFAHRT:   Nur per Boot erreichbar.

Bus nach Ísafjörður und Bolungarvík: » Busverbindungen Westfjorde, » Fahrpreise 2009
Reykjavík - Ísafjörður an einem Tag machbar, allerdings nicht Sonntags. Die anderen Tage wechselweise über Homavik oder Stykkishólmur (Fähre Baldur » www.seatours.is/FerryBaldur)

Bei letzterer Variante sollte man dann allerdings in Stykkishólmur übernachten und den Abstecher mit dem Bus zum großen Vogelfelsen Látrabjarg mitnehmen. Hier hat man knapp 1 1/2 Stunden Zeit die hier völlig zahmen Papageitaucher (Juni - Mitte August) aus nächster Nähe zu beobachten. Wer Zeit im Gepäck hat könnte auch einen Übernachtungsstopp im Breiðafjörður auf der kleinen Insel Flatey einlegen (Campingplatz / Schlafsackunterkünfte). Die passende Insellektüre: Das Rätsel von Flatey, ein Krimi von Viktor A. Ingolfsson.

Flüge nach Ísafjördur: » www.airiceland.is

Boottransfer nach Hornstrandir:   
Bucht man z.B. in der Touristeninformation von Ísafjörður » www.vesturferdir.is.
Hat bei uns kurzfristig für den nächsten Tag geklappt.
» www.vesturferdir.is/... Übersicht aller Verbindungen, Karte am Ende der Seite.
» www.sjoferdir.is ab Ísafjörður in die Jökulfirðir (Grunnavík, Hesteyri, Hrafnsfjörður) sowie Aðalvík (Sęból and Látrar) und Hornvík
» www.grunnavik.is ab Bolungarvík in die Jökulfirðir (Grunnavík, Hesteyri, Hrafnsfjörður)
» www.freydis.is ab Reykjarfjörður bis Hornvík

ÜBERNACHTUNG:   
Die "Campingplätze" in den Buchten erkennt man am Toblerone-Häuschen (die dreieckige isländische Plumstoilette). Weiterer Komfort (wenn man die Dinger so nennen will) ist nicht zu erwarten. Wasser wird den Bächen entnommen.

Schlafsackunterkunft gibt es wohl an folgenden Orten:
Jökulfirðir: Hesteyri und Grunnavík » www.grunnavik.is
Äußeres Hornstrandir: Beim Leuchtturm Hornbjargsviti » www.ovissuferdir.net und in der Bucht Bolungarvík (auf Hornstrandir), sowie Reykjarfjörður.

Wer mehrtägig wandern will kommt um das Zelt sowieso nicht rum. Will man Tagesausflüge von einer Bucht mit Gästehaus unternehmen, ist es ratsam sich frühzeitig nach freien Plätzen zu erkundigen, Wandergruppen belegen oft gesamte Hütten.
In vielen Buchten stehen die orangen Notschutzhütten. Sie sind ausnahmslos für den Notfall bestimmt.

Ísafjördur als Sprungbrett: Zeltplatz und Schlafsackunterkünfte (Matratzen im Klassenzimmer) beim Sommerhotel im Ort. Gegen eine faire Gebühr (zumindest war das 2001 noch so) kann man nicht benötigte Teile seiner Ausrüstung in Schließfächern deponieren.

AUSRÜSTUNG:    Da hier jegliche Infrastruktur "fehlt" und das Wetter oft nicht gerade zimperlich ist, sollte die Ausrüstung dem gerecht werden. Man kann sich halt nicht verdrücken wenn es dicke kommt. Gerade dann wird das Boot erst recht verspätet eintreffen. Wanderstöcke und Sandalen zum Furten sollten nicht fehlen. Es können (muss aber nicht) bei Windstille Unmengen an Fliegen auftreten. Sie sind extrem lästig, beißen zwar nicht, haben aber eine unangenehme Vorliebe für Ohren. Ich empfehle ein Mückennetz für den Kopf.

KARTEN:   
· Sonderkarte (Sérkort) Hornstrandir 1:100 000 von Landmælingar Íslands
siehe » http://www.ferdakort.is/...
Gute Karte die auch die Wanderwege enthält, und zwar nach Beschaffenheit (Markierungen vorhanden, Sichtbarkeit) gekennzeichnet.
Evtl. "map hornstrandir" in eine Suchmaschine (die mit go...e) eingeben (alte Ausgabe).
· Hiking Map Vestfiršir 1 » Magic Craft Shop Holmavik
· » www.ovissuferdir.net/english/map.htm Karte im Netz, leider fehlen Wanderwege und ein Teil der nördlichen Jökulfirðir.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc: Auf Hornstrandir keine!
Es besteht die Möglichkeit sich ein Fresspaket mit dem Boot an eine Bucht schicken zu lassen.

Supermärkte in Ísafjördur und dem Nachbarort Bolungarvik. Wer sich günstig eindecken will und einen kleinen Fußmarsch nicht scheut kauft bei Bónus südlich von Ísafjördur am Ende des Fjords ein. Mo - Do 12:00 - 18:30, Fr. 10:00 - 19:30, Sa 10:00 - 18:00, So 12:00 - 18:00
(Stand März 2008).















































FILMTIPP:
Sæbol (Aðalvík) und Skorar sind Schauplätze des Films Children of Nature (Börn náttúrunnar) von dem bekannten isländischen Regisseur Fridrik Thor Fridriksson (1991). Bauer Thorgeir sieht sich nicht mehr in der Lage seinen Hof zu halten. Er erschießt seinen Hund und zieht unter beengten Verhältnissen zu seiner Tochter in Reykjavík, was unweigerlich zu Konflikten führt. Letztendlich läuft es auf das Altenheim hinaus. Hier trifft er auf seine Jugendliebe Stella. Die beiden finden sich in der Situation nicht zurecht, kaufen Turnschuhe, klauen einen Jeep und machen sich auf eine Reise zu den Wurzeln ihrer Kindheit - Hornstrandir. Dort angekommen stirbt Stella. Schauplatz ist Sæbol. Der Film endet in den Ruinen der Radarstation Skorar.

Eine sehr schöne, feinfühlige Dokumentation ist "Islands letzter Einsiedler - der Schäfer von Lokinhamrar". Eine Produktion des NDR 2005. Nonni hat alle seine 74 Jahre im Tal Lokinhamrar verbracht. Er ist der letzte Schafbauer am nördlichen Arnafjörður. Ein Film über ein einfaches Leben und einen schwierigen Abschied. Nicht Hornstrandir aber sehenswert. Wird hin und wieder wiederholt.


Víknaslóðir - In den nördlichen Ostfjorden » zur Auswahl

Auch Borgarfjörður eystri liegt etwas abseits der Touristischen Pfade. Völlig unverständlich eigentlich. Die Gegend ist wunderbar zum Wandern. Und es ist das zweitgrößte Rhyolit-Gebiet Islands. Rhyolit-Gebiete sind berühmt für ihre Farbenpracht. Während die Westfjorde eine reine Plateaulandschaft sind, haben die Ostfjorde bergigen, fast schon bisschen alpinen Charakter. Mit den Buchten der Küste eine tolle Mischung.

Man kann zwischen einfachen Wegen auf wenig befahrenen Pisten und anspruchsvollen Bergpfaden wählen. Der kleine Ort Bakkagerði ist das Sprungbrett ins Gebiet und liegt ca. 70 km abseits der Ringstraße. Informationen bekommt man im Gemeindezentrum (?) Fjarðarborg.

Möglichkeiten gibt es viele. Siehe » www.borgarfjordureystri.is/index.php?pid=424 (muss man aus unerfindlichen Gründen meist 2 x aufrufen um richtig zu landen) Kurzbeschreibungen der Wege (Leiðir) 1-59 oder auch » www.wiki.islandreise.info/... und » www.yggdrasill.info/... (folgt einer Trekkingtour mit Ende in Seyðisfjörður wie sie in Abenteuer Trekking von Erik van de Perre, Bruckmann Verlag (vergriffen) beschrieben ist)

» www.borgarfjordureystri.is/kort/... eine alte Version (mit anderer Wegenummerierung) der lokalen Wanderkarte in Teilausschnitten (Noršvesturhluti, Noršausturhluti, Sušvesturhluti und Sušausturhluti)

Für diejenigen die nach Seyðisfjörður wandern möchten: Wir konnten am Campingplatz von Egilsstaðir kostenlos einen Teil unseres Gepäcks zwischenlagern.

Wir haben uns für folgende Variante entschieden:

Bakkagerði - Húsavík, 19 km (11 km ab der Þverá), 480 Hm, 4 h
Nach 3 Tagen abwettern in der Jugendherberge und auf dem Campingplatz, werden wir von Jóhanna bis zum Ende der Stichstraße 946, bzw. bis zur Brücke über die Þverá gefahren. Wir sind sehr dankbar, dass sie das angeboten hat, denn es spart uns den 8 km langen Hatscher. Angesichts meiner Ischiasprobleme und der Tatsache, dass die Berge rundherum in Wolken stecken, verzichten wir auf den "ziemlich anstrengenden" Bergpfad über den Kækjuskörð nach Stakkalið und entscheiden uns für die bequeme kleine Piste nach Húsavík. Sie steigt gemächlich, zum Schluss in Serpentinen zur Húsavíkurheiði an. Der gestreifte Berg Hvítserkur mag sich leider nicht in seiner vollen Pracht zeigen. Auf der gemütlichen Piste geht es hinunter bis man die Hütten Húsavíkurskáli erreicht, kurz bevor die Piste hinüber zum Loðmundafjörður ansteigt. Wir schlagen hier das Zelt auf.

Vom Gepäck befreit, kann man auf einer alten Piste in ungefähr einer Stunde zu der aufgegebenen Küstensiedlung » Húsavík wandern. Bis Mitte des 20sten Jahrhundert gab es hier 4 Farmen. Zu weit weg vom Rest der Welt. In den 50er Jahren setzte die Landflucht ein. Das alte Pfarrhaus wurde als letztes 1973 verlassen. Es wird aber zusammen mit der kleinen » Kirche gepflegt. Ein weiteres steht noch als Zeitzeuge des einziehenden Betonzeitalters. Ein bröckelnder, abblätternder Einblick in ein anderes Leben. Der alte Friedhof ist von Küstenerosion bedroht. Irgendwann werden auch die letzten beiden Kreuze ins Meer stürzen.

Húsavík - Breiðavík, 12 km, 5 h
Dass die Berge nach wie vor in Wolken stecken ist allein schon Grund genug wieder den bequemen Weg auf der Piste zu nehmen. Zuerst wieder auf bekanntem Wege hinauf zur Húsavíkurheiði. Der Hvítserkur zeigt sich noch immer nicht. Als wir auf der anderen Seite hinunter laufen, beginnen sich die Wolken aufzulösen. Vor uns tut sich das alpine Panorama der Dyrfjöll, Türberge, auf. Ein ganz neues Island. Wir biegen bald auf eine recht ruppige Jeeppiste ab und gelangen zu den Gæsavötn, kleinen Seen vor leuchtenden Rhyolithbergen. Ein sehr schönes Tal. Glück muss man haben. Wir werden vom Hüttenwart der Breišuvík Hütte mit dem Jeep überholt. Wir können unsere Rucksäcke in den Kofferraum werfen. Von der Hütte mit einem schönen kleinen Zeltplatz, ist es ein kleiner Spaziergang bis zum breiten, grauen Strand der Breiðavík Bucht. Hier können wir nur noch Grundrisse der alten Torffarmen erkennen. Am Strand sammelt sich Treibholz und Relikte, die noch aus Kriegszeiten stammen könnten.

Breiðavík - Bakkagerði, 13,5 km, 480 Hm, 5 h
Zuerst mal ist Arbeit angesagt. Auf der Jeeppiste geht es zügig zur Gagnheiði auf 480 Meter Höhe hinauf. Kurz vor Erreichen des Rückens machen wir noch eine Verschnaufpause, auch weil sich gerade rundherum die Berggipfel aus den Wolken lösen. Und siehe da, da kommt endlich auch unser Gepäck-Taxi ;-) Jóhanna. Der gute Geist von Bakkagerði hat das Gepäck einer Reitergruppe zur Hütte gebracht. Nun auf dem Rückweg packt sie unsere Rucksäcke ein. Da sagen wir natürlich nicht nein. Von oben auf der Höhe hat man einen fantastischen Blick in mehrere Richtungen. Mein gereizter Nerv ist entschieden für den Weg des geringsten Widerstandes, d.h. der Jeeppiste bei herrlicher Aussicht nach Bakkagerði folgen. Es soll sehr schön sein über die Bucht Brúnavík zu gehen, aber das ist uns für heute zu weit. Wir begnügen uns mit dem Blick hinunter.

Dyrfjöll und Stórurð
Oben genannter Trekkingführer beginnt die Tour auf der Passhöhe Vatnsskarð. Wir würden diese Etappe allerdings nicht mit schwerem Gepäck machen wollen. Aber eine ausgiebige Tagestour lohnt sich sehr. Mit dem Bus lassen wir uns an dem kleinen See auf der Passhöhe absetzen. Markierungspflöcke leiten über den grüne Kuppe des Geldingafjall. Wir überblicken den Héraðssandur im Nordosten bis Langanes. Meinen sogar den Snæfell im Hochland auszumachen. Richtiggehend alpin ist die Aussicht voraus auf die Dyrfjöll, die Türberge. Sie heißen so, weil sich irgendwann ein gewaltiger Bergsturz ereignet haben muss, der ein riesiges, fast rechteckiges Loch im Berg hinterlassen hat.

Es ist nicht immer ein Weg erkennbar, aber es läuft sich bequem und es stehen in relativ regelmäßigen Abständen Pflöcke. Nach etwa 2,5 Stunden und 7,5 km blickt man herunter zum Storurð. Große Felsbrocken füllen das Urðardalur. Auch die Tür der Dyrfjöll zeigt sich aus dieser Perspektive. Als sie sich aus den Angeln löste, wurde das Gestein vermutlich von einem Gletscher talwärts transportiert. Türkis funkeln kleine Seen zwischen den hausgroßen Felsblöcken. Man hat von hier oben den kompletten Überblick, aber es lohnt sich den kurzen, steilen Abstieg hinunter zu nehmen und eine ausgedehnte Pause mit Spaziergang durch das idyllische Labyrinth zu machen. Selbst wenn man für den Rückweg wieder hoch muss. Es sind hier sogar Rentiere unterwegs, ich habe ein Beweisfoto gesehen. Für die Isländer ist der Ort etwas besonderes, das war ganz offensichtlich. Alle Isländer die wussten dass wir dort waren, befragten uns inquisitorisch wie uns Storurð gefallen hat. Und wehe man wählt nicht mindestens das Wort "like a fairytale".

Für den Weiterweg gibt es 3 Varianten: Auf gleichem Wege zurück.

Durch das grüne Urðardalur hinaus. Nicht wirklich spannender Weg, häufig recht matschig. Das sind 7,5 km, dauert etwa 2 Stunden. Man kommt etwa in der Mitte der Auffahrt zum Pass Vatnsskarð an einem Parkplatz heraus. Hier muss man darauf hoffen, dass man nach Bakkagerði mitgenommen wird. Sollte aber mit ein bisschen Geduld klappen.

Der interessanteste Weg führt an den Nordwänden der Dyrfjöll entlang nach Bakkagerði zurück. Wir wählen zuerst diese Variante. Er ist wieder mit Pflöcken markiert. Anfangs durch helles, rhyolithisches Geröll, anschließend durch einen Abschnitt mit großen dunklen Felsblöcken ähnlich Storurð. Mächtig ragen zur rechten die senkrechten Wände der Dyrjöll auf. Bis hierher läuft es sich recht bequem. Wir finden (2. Junihälfte) noch relativ große Altschneefelder vor. Da sonnig und warm, ist der Schnee weich und selbst die Goretex Schuhe ziehen bald Wasser. Von oben kommen immer wieder Steine herabgepurzelt. Sie rollen im Schnee aus, liegen überall auf dem Schnee herum und funkeln nur so in der Sonne. Fast alle sind mit Kristallen durchsetzt. Was dann kommt ist in jedem Fall unangenehm. Entweder muss man einen Steilhang mit losem Geröll queren, oder ein sehr steiles Schneefeld. Uns persönlich gefällt dies heute nicht, ein Ausrutscher und man gewinnt erst mal richtig Tempo auf dem Schnee und rauscht dann ins Geröll rein. Hat man diese Stelle geschafft geht es noch einen kleinen Anstieg hoch und anschließend hinunter nach Bakkagerði. Der Abstieg zieht sich in die Länge, haben wir uns berichten lassen. In jedem Fall ist das ganze eine lange Tour bei der man inkl. Storurð sicher mit mindestens 9 - 10 Stunden rechnen muss. Wir kehren allerdings an dieser Stelle um, schauen uns Storurð noch von unten an (das hatten wir auf dem Hinweg angesichts des langen Weges ausgelassen) und wandern durch das Urðardalur hinaus. Eine isländische Wandergruppe nimmt uns mit zurück nach Bakkagerði.

ANFAHRT:   
» Busverbindung Egilsstaðir - Borgarfjörður eystri, ca. 70 km von Egilsstaðir
Bei mehreren Leuten ist es vielleicht nicht verkehrt, sich über die Information am Campingplatz von Egilsstaðir (von hier fährt der Bus auch weg) für die Fahrt anmelden zu lassen. Denn der Bus wird auch für Post und Warentransport genutzt. Es kann eng werden zwischen Hunderten Litern Milch.
» Busverbindung Egilsstaðir - Seyðisfjörður

ÜBERNACHTUNG:   
Es ist eine Runde von Bakkagerði über die Hütten Húsavik und Breiðavik möglich, mit einer Tagestour zu den Türbergen. Die Verfügbarkeit der Hüttenplätze sollte aber vorher abgeklärt werden. Will man nach Seyðisfjörður wandern benötigt man ein Zelt.

Bakkagerði:
» Campingplatz Álfaborg 750 ISK, Duschen und minimale Kochgelegenheit inklusive. Betreiber kommt am Abend zum Kassieren. Man kann sich mit dem Bus direkt hier absetzen lassen. Zum "Ortszentrum" sind es aber nur ein paar Minuten Fußweg
Der Platz liegt neben einem kleinen felsigen Hügel, der Álfaborg. In diesem Hügel residiert niemand geringeres als die Königin der Elfen!
» Jugendherberge Ásbyrgi Nette kleine Jugendherberge am Meer. Wird von Jóhanna betreut.
» Fjarðarborg Mittelpunkt der kleinen Ortschaft. Hier residiert Jóhanna, die die Fäden im Ort scheinbar fest in der Hand hält. Auch Schlafsackunterkünfte.
» Gästehaus Borg auch Schlafsackunterkunft
» Gästehaus Réttarholt auch Schlafsackunterkunft

Seyðisfjörður:
Campingplatz und » Jugendherberge

Hütten im Gebiet:
Beide gehören dem Wanderverein » Ferðafélag Fljótsdalshéraðs
» Húsavíkurskáli Relativ neue Hütte für 33 Personen, Camping direkt daneben, Dusche gegen Gebühr, im Sommer ist ein Warden vor Ort. Liegt ein ganzes Stück entfernt vom Meer, das an dieser Bucht auch nicht wirklich zugänglich ist. Aber es ist trotzdem nett auf dem alten Fahrweg zur lange aufgegebenen Küstensiedlung mit einer kleinen Kirche zu wandern.
» Breišuvíkurskáli Relativ neue Hütte für 33 Personen, Camping direkt daneben, Dusche weiß ich jetzt gar nicht, im Sommer ist ein Warden vor Ort. Zum breiten, grauen Sandstrand ist es nur ein kurzer Fußmarsch.
! Das Gästehaus Stakkahlid am Loðmundarfjörður, von dem mir 2 Schweizer Mädels vor Jahren so vorgeschwärmt hatten, hat leider laut dem Hüttenwart der Húsavíkurskáli (Stand 2007) den Besitzer gewechselt und ist nicht mehr zugänglich. Aber es soll an dem Fjord schöne Zeltmöglichkeiten geben, und überhaupt sehr schön sein.

KARTEN:   
"Víknaslóšir/Borgarfjörš eystri - Gönguleišir á Austurlandi 1 (Hiking Routes in East Iceland 1)" 1:75000, Höhenlinien im 20 m Abstand, mit Wanderwegen (inkl. kurzer Beschreibung) der Region nördliche Ostfjorde. Hier wurde eine sehr schöne Karte von dem Gebiet gemacht. Man bekommt sie natürlich in Bakkagerði im Fjarðarborg, evtl. auch in der offiziellen Touristeninformation und den Buchläden im Zentrum von Reykjavik.
Bestellmöglichkeit: » www.arktisversand.de/de/175000-Viknaslodir-Ostisland-I
Im Netz:
» www.borgarfjordureystri.is/index.php?pid=424 (muss man aus unerfindlichen Gründen meist 2 x aufrufen um richtig zu landen) Die Kurzbeschreibungen (engl.) der Wege (Leiðir) 1-59 inklusiv Kartenausschnitten aus der neuen Karte.
» www.borgarfjordureystri.is/kort/... Das ist eine alte Version der Karte in Teilausschnitten (Noršvesturhluti, Noršausturhluti, Sušvesturhluti und Sušausturhluti). Leider ohne die schönen Höhenlinien, und die Nummerierung der Wanderwege stimmt leider mit der neuen nicht überein. Aber für den Überblick ganz brauchbar.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc: In Bakkagerði kleiner Supermarkt und Restaurant im Fjarðarborg. Hier bekommt man auch die üblichen Verdächtigen wie Burger und Co.
Günstiger und mit mehr Auswahl kann man sich in Egilsstaðir z.B. bei Bónus eindecken. Mo - Do 12:00 - 18:30, Fr. 10:00 - 19:30, Sa 10:00 - 18:00, So 12:00 - 18:00
(Stand März 2008).
Zum Teil recht schöne, selbstverständlich aber nicht billige Steinarbeiten kann man in Bakkagerði bei Álfasteinn bekommen.

Fünf Kilometer ausserhalb von Bakkagerði - bei Hafnarhólmi - kann man Papageitaucher beobachten. Man folgt einfach der Straße bis zum kleinen Hafen.

BUCHTIPP:   "Die Eismalerin" von Kristín Marja Baldursdóttir, Fischer Tb, wäre vielleicht eine passende Urlaubslektüre. Ein Frauenroman der glücklicherweise nicht den Kitsch hält, den die Beschreibung des Einbands befürchten lässt. Er beschreibt die Lebenssituation um 1900 - 1940, speziell der Frauen, und spielt unter anderem in dieser Gegend.




Bilder folgen ...     
Der Ort Bakkagerði - Borgarfjörður eystri        

Mżvatn Region - Geologisches Freilichtmuseum » zur Auswahl

demnächst ...






Gletschersee Jökusarlón - Treibende Eisberge » zur Auswahl

Das "Fotoopfer" mit den "todfotografierten" Eisbergen. Stimmt ja auch. Aber es ist einfach ein Erlebnis. Es wäre absolut schade, hier nur einen Fotostopp einzulegen oder lediglich mit den schwimmenden und fahrenden Booten eine kleine Runde im See zu drehen und sich um die begehrten Plätze an der Reling zu raufen. Wer sich nicht Zeit nimmt und am Ufer schlendert, verpasst was. Man braucht eine Weile um den Anblick zu verdauen, ein echtes Naturschauspiel. ("Heute schon gestaunt?")

Ich hab das Gefühl es werden Jahr für Jahr mehr Eisberge die sich in der Lagune tummeln.
Vor 100 Jahren gab es die Lagune noch gar nicht. Die Gletscherzunge Breiðamerkurjökull reichte damals noch bis ans Meer. Wegen des wärmeren Klimas zog sie sich zurück und es bildete sich die bis zu 100 m tiefe Gletscherlagune. Die Ausmaße des Vatnajökull (8000 qkm) sprengen sowieso die Vorstellungskraft. In allen Richtungen schieben sich die Gletscherzungen herab, mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Meter pro Tag wohl. Die Gletscherzunge Breiðamerkurjökull kalbt hier in die Lagune, dann und wann kann man ein Grollen wahrnehmen.

Die Ufer der Lagune kann man in beide Richtungen erkunden. Richtung Westen läuft man auf das vergletscherte Vulkanmassiv Öręfajökull zu. Bald hört man nur noch Stille, Vogelschreie, oder das Tröpfeln der dahinschmelzenden Eisberge in der Sonne. Ein Stück oberhalb des Ufer ruht ein interessanter großer, gespaltener Stein. Manchmal sieht man auch eine Robbe kurz ihren Kopf aus dem Wasser strecken. Die vielen z.T. blau leuchtenden oder mit schwarzen Ascheschichten durchzogenen Eisberge vor der gewaltigen Eiszunge des Breiðamerkurjökull, geben ein grandioses Bild!
Die Abbruchkante des Eises ist leider nicht wirklich zu erreichen, der See ist sehr breit.

Es lohnt sich auch dem Abfluss der Lagune bis zum Meer zu folgen. Eisberge die es geschafft haben aus der Lagune zu schwimmen tanzen hier auf den Wellen. Andere sind gestrandet und schmelzen auf dem schwarzen Kieselstrand dahin - durchscheinende Eisskulpturen.

Wir haben im Jahr 2000 hier übernachtet. Das Wetter war an sich gar nicht so gut. Wolkenverhangener Himmel, Nebel über dem See. Dafür absolute Stille, kein Windhauch, nur lautlos treibende Eisberge. Das war schon sehr schön, doch als dann gegen Mitternacht die Sonne mit goldenen Strahlen durchbrach ...

Krías und Skuas
Speziell zwischen Parkplatz und Ringstraße nisten im Sommer tausende von Küstenseeschwalben. Kría heißen sie auf isländisch und der Name läßt auf die Geräuschkulisse einer Küstenseeschwalben Kolonie schließen. Wer sich in der Nähe einer solchen Kolonie aufhält fühlt sich unweigerlich an Hitchcocks "Die Vögel" erinnert. Mit Herzblut verteitigen die Krías ihre Kücken die praktisch nestlos auf den Kiesflächen hocken. Ungebetene Besucher, zu denen wie zweifellos zählen, werden mit lautem Kría, und (Schein-)Attacken begleitet. Von hinten im Sturzflug kommend drehen sie erst kurz vor dem Scheitel ab. Die kleinen, zierlichen Vögel verdienen unseren höchsten Respekt, sie halten den absoluten Langstreckenrekord. Ihre Winterquartiere liegen in der Antarktis, d.h. sie fliegen pro Jahr um die 35000 Kilometer!
Vorsicht ist bei den Skúas angebracht. Auch sie brüten in der Umgebung des Sees. Hier handelt es sich aber um imponierend große Raubmöven deren lautlose und hinterrückse Attacken nicht unbedingt nur Schein sind. Schon allein aus Rücksicht auf die Vögel sollte man den Nestern fernbleiben.
Wem es mit dem Federvieh zu bunt wird, ein Hut oder ein Stock über den Kopf gehalten, hält Skuas wie Küstenseeschwalben auf Abstand. Ihr Ziel ist immer der Höchste Punkt. Gegen "Farbklecksen" hilft das natürlich auch nicht. Wir ziehen eine Mütze auf, wenn es durch eine Küstenseeschwalben-Kolonie geht.

ANFAHRT:   
Wer auf der Ringstraße unterwegs ist, kommt schwer am Jökulsárlón vorbei. Von der Brücke über den Abfluß sind es nur ein paar Meter zum Parkplatz am See.
Die Südküste zw. Reykjavík und Höfn wird im Sommer 1 x täglich in beide Richtungen per Bus bedient. Es wird ein kurzer Fotostop eingelegt, so ca. 20 Minuten, wenn ich mich richtig erinnere. Glücklicherweise kann man den Aufenthalt, egal aus welcher Richtung man kommt, dank der zusätzlichen Verbindung Skaftafell <-> Jökulsarlón auf mehrere Stunden verlängern, auch wenn man nicht übernachten möchte.
Fahrpläne:    » Ringstraßenbus Reykjavík <-> Höfn      » von/nach Skaftafell (1800 ISK einfach)
» nach Höfn (Ausflugsbus)

ÜBERNACHTUNG:   
Es gibt keine offiziellen Übernachtungsmöglichkeiten beim See. Es ist aber möglich in der Umgebung wild zu Zelten (am westlichen Seeufer jedoch nicht gestattet). Damals (2000) war es jedenfalls noch möglich. Da Wind erwartet wurde durfte man auch zwischen dem Café und deren Lagercontainer aufstellen. Im Café kann man dann auch fürstlich mit leckeren Kuchen oder Waffeln mit Marmelade und Sahne in den Tag starten. Ansonsten bietet sich für die die mit Rucksack und Bus unterwegs sind eine Übernachtung bei Skaftafell und Höfn an.

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc:   
Bei Parkplatz und Bootsanleger gibt es eine Cafeteria, hier kann man sich mit Waffeln, Kuchen, Snacks, Getränke usw. verpflegen. Es werden Bootsfahrten von 30 bis 40 Minuten über den See angeboten.    » www.jokulsarlon.is

Manche finden diese Bootsfahrten richtig klasse, ich persönlich finde es nicht so sehr lohnenswert. So richtig nah kommt man dabei an die Eisberge nicht ran. Dies wäre viel zu gefährlich da diese irgendwann urplötzlich eine Rolle machen. Macht man einen Spaziergang am westlichen Ufer kommt man viel näher an die Eisberge ran. Das Geschäft läuft scheinbar recht gut, dann sind auch relativ viele Leute auf dem Boot und an der Reling wird es eng.
















Enlang der Skógar - Eine Verkettung schöner Wasserfälle » zur Auswahl

Hinter einer Bergnase taucht er plötzlich auf, der Skógarfoss. Nur einer der vielen beeindruckenden Wasserfälle Islands, aber schon ein recht schöner. Auf 25 m Breite stürzt sich ein weißer Vorhang aus Wasser 60 m die ehemalige Steilküste hinunter. Die Insel hat sich nach der großen Eiszeit gehoben, als sie nicht mehr durch das Gewicht des Eises niedergedrückt wurde. Heute kleben unter der alten Steilküste winzig klein die Höfe an der Südküste, flankiert von Wasserfällen. Bei starkem Wind knicken die Flüsschen nach oben in die Luft weg, anstatt herab zu fallen. Das Meer ist oft ein ganzes Stück in die Ferne gerückt.


Das Besondere am Skógarfoss, neben der Größe: man kann so ziemlich direkt bis an die Wasserwand herantreten, was sehr eindrucksvoll aussieht. Besser mit Regenklamotten ... Das sich ein Schatz hinter dem Fall verbergen soll versteht sich fast von selbst. Noch gelang es aber offenbar niemanden diesen zu bergen. Ich würd's ja auch nicht an die große Glocke hängen.

Ein Trampelpfad, oder heut schon eher ein Treppchen, führt neben dem Fall nach oben. Auf halber Höhe hat man nochmal eine schöne Perspektive auf den Wasserfall. Es lohnt sich dem Pfad entlang dem Lauf der Skógar zu folgen. Es reiht sich ein hübscher Wasserfall an den anderen. Eigentlich wollten wir nur mal "kurz den Wasserfall anschaun". Gewinnen aber immer mehr an Höhe, können die sturmgepeitschten Westmännerinseln vor der Küste erkennen. Über uns thront die Eiskappe des Eyjafallajökull. Bis wir merken dass beinah schon 3 Stunden vergangen sind. Wir kürzen ab, aber nach ca. 3 Stunden Gehzeit sollte man automatisch auf die Piste treffen, die hinunter nach Skogar führt und in einem Bauernhof endet.

Würde man weiter aufsteigen, könnte man über den Pass Fimmvörðuháls (1000 Höhenmeter, 2 Wanderhütten), hindurch zwischen 2 Gletschern hinunter nach ÞORSMÖRK absteigen. Diese Tour setzt allerdings Trittsicherheit und eine gewisse Grundschwindelfreiheit voraus. Das Wetter sollte aufgrund der Höhe stabil sein. Wir wollten eigentlich diese 2 tägige Tour am folgenden Tag starten, doch dann hätte uns statt der spektakulären Aussicht nur Eisregen erwartet.

Sehenswert ist auch das » Heimatmuseum in Skógar. Þórður Tómasson stellt hier quasi sein Lebenswerk aus. Der Isländer sammelte jahrzehntelang Gegenstände aus dem Leben der Inselbewohner über die Jahrhunderte . Aus seiner Privatsammlung entstand ein stattliches Heimatmuseum. Auf dem Gelände stehen auch eine rekonstruierte Torffarm und weitere Gebäude. Neu hinzugekommen ist ein Transportmuseum.
Früher führte er höchstpersönlich seine Gäste durch sein Museum und betitelte in verschiedenen Sprachen die Ausstellungsgegenstände: Sitz aus Walknochen - Damensattel reiche Frau - Damensattel arme Frau - Kinderschuhe mit Einlage ... Danach spielte und sang er sich von Harmonium zu Harmonium in den Gebäuden des Freilichtmuseum, sein Repertoire reicht von den isländischen Volksliedern bis "Alle Vöglein sind schon da." Mitsingen ist gefragt! Inzwischen macht er das aber nicht mehr allein.

ANFAHRT:   
Skógar liegt direkt an der Ringstraße uns läßt sich bestens in die klassische Inselumrundung einbauen.
Im Sommer mind. 2 x täglich mit den Südküstenbussen: » Fahrplan Reykjavik Excursions

ÜBERNACHTUNG:   
Der Campingplatz befindet sich auf einer langen Wiese direkt vor dem Wasserfall. Damals (2000) gab es ein Toilettenhäuschen mit Kaltwasser. Bezahlt wurde in einem grauen Betonbau in der Nähe. Dort gab es auch Duschen.
» Jugendherberge nicht weit weg vom Wasserfall
» Edda Hotel auch Schlafsackunterkünfte

EINKAUFSMÖGLICHKEITEN etc.:   
kennen wir keine. Essen (z.B. einigermassen erschwingliche Burgergerichte) konnte man im o. genannten Gebäude wo der Campingplatz bezahlt wird und vermutlich auch im Edda Hotel bekommen. Beim Museum hat wohl ein Café eröffnet.


Skaftafell NP - Idylle zwischen Gletscherzungen » zur Auswahl

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Vik - Schwarzer Sand für Strandläufer » zur Auswahl

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