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| 29. Juni 2004 | Flug Bodø -> München | ca. 4 km | Lofoten Reisetagebuch |
| Der Rückflug ist für 14:50 Uhr angesetzt. Ein entspannter Tag der Abreise.
Nach dem Packen radeln wir mit Claudia und Carsten los. Zuerst zu den großen Supermärkten, Proviant für die Reise kaufen, und Frischhaltefolie. Den Tipp bekamen wir gestern von zwei holländischen Radlern. Glück muss man haben. Auf einem Haufen Verpackungsmüll finden wir genau was wir suchen: jede Menge Folie und Pappkarton. Über den Yachthafen radeln wir zum Flughafen. Abschied muss sein. Noch in aller Ruhe preparieren wir die Räder für den Transport. Die Pedale werden abgeschraubt, die Lenker längs gedreht, die Schaltung mit Pappkarton umklebt. Etwas Klebeband hatten wir bereits daheim für diesen Zweck abgerollt. Die Lenker, Brems- und Schaltzüge am Rahmen etc. werden mit der Folie umwickelt. Fertig. Genau in diesem Moment schwallt eine Masse an Menschen zu den CheckIn-Schaltern. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Die Formalitäten einer italienischen Gruppe ziehen sich endlos hin. Als wir endlich dran sind begreifen wir. Keine Computer. Unsere Namen stehen nicht auf der ausgedruckten Passagierliste. Nach einem Anruf werden trotzdem unsere Taschen eingecheckt. Boarding Karten soll es später nach der Sicherheitskontrolle geben. Beim Abgeben der Räder wird rumgezickt. Erst heißt es sie müssen eingetütet werden. Tüte gibt es irgendwo gegen Gebühr. Da keiner weiß wo, geht es plötzlich auch so. |
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| Dann sollen die Vorderräder runter weil sie sonst nicht durch den Röntgenapparat
passen. Können gerade noch ein Klebeband auftreiben um unsere Vorderräder
wenigstens notdürftig am Rahmen zu fixieren.
Die Laune sinkt. Carsten und Claudia blicken ihren Rädern besorgt hinterher,
die Vorderräder wurden lose daraufgelegt.
Dann passiert lange nichts mehr an besagtem Apparat. Auch die Angler stehen noch samt Angeln und der in Kühlboxen gesicherten Beute ratlos herum. Als wir einer Dame vom Bodenpersonal unsere Dringlichkeit klar machen, dass unser Flieger in 20 Minuten abheben soll, ob sie das den wohl hinbekommen, passiert was.Unsere Fahrräder landen auf dem stillstehenden Band der Röngtenmaschine, die Anglersachen werden einfach durch die nächste Tür geschoben. Wir glauben unsere Räder so schnell nicht wiederzusehen, gehen aber hoch zur Sicherheitskontrolle. Freie Platzwahl heute. Dann der nächste Schocker. Angeblich haben wir keine Tickets! Nur noch Durchschläge. Sollte die Dame in München für den Hinflug zu viele Zettel abgerissen haben? Wir sind inzwischen wirklich mit der Gesamtsituation unzufrieden. Dank der allgemeinen Überforderung hängt man sich nicht an den Tickets auf. Wir vier gehen als letzte an Bord. Frage einen Flugbegleiter ob denn genug Plätze da sind. Da ist er selbst gespannt, mangels Computer hat keiner einen Überblick wie viele Personen eingecheckt wurden. Trotzdem passt's. Immerhin! Mir bleibt nur der letzte Platz am Gang auf der rechten Seite. (Chaos-Flug Stammplatz?) Der Flug selbst verläuft ohne jegliche Zwischenfälle planmäßig. In München stellt sich heraus was wir schon ahnten: Keines der Räder ist mitgeflogen. Doch es könnte schlimmer kommen: Auch der Angler fette Beute hat das Heimatland nicht verlassen. Taut der Fisch am Ende schon auf dem Flughafen Bodø vor sich hin? Die Angler sind sauer - verständlicher Weise. Für jedes der fehlenden 40 Gepäckstücke müssen Formulare ausgefüllt werden. Die Prozedur zieht sich hin. Wir wollen nicht extra noch jemand zum Flughafen raushetzen. Klemmen uns die 10 einzelnen Gepäckstücke unter die Arme und fahren mit S- und U-Bahn nach Haus. Die Räder werden 2 Tage später unbeschadet nach Haus geliefert. |
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