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| 21. Juni 2004 | Fredvang -> E10 (Flakstadøya) -> Sund -> Kåkersundbrua -> Reine (Moskenesøya) -> Å | 49.35 km | Lofoten Reisetagebuch |
Um 6 Uhr wach geworden. Bei den Möven draußen ist was los. Irgendetwas scheint ihnen unheimlich toll zu gefallen. Ich ahne Schlimmes. Tatsächlich. Die Biester haben sich unsere Mülltüte unterm Zelt hervorgezogen, den Inhalt quer über die Campingwiese verteilt und machen vor Freude einen Höllenlärm. Sch.... Ich schreite ein, sammel alles wieder auf und breite dem Spektakel ein Ende. Das Wetter ist doch wieder recht gut. Auf See liegt Nebel, das sieht richtig unheimlich aus. Versuche nochmal das Wellenrauschen mit dem Minidisk-Player aufzunehmen. Anschließend radeln wir zügig nach Sund. Leider hat es inzwischen komplett eingetrübt. Aber es sieht aus als bleibt es trocken. Das ist doch schon was. |
Das Fischereimuseum wird gerade von den Insassen 3er Reisebusse heimgesucht. Ansonsten ist » Sund ein netter, ruhiger Fischerort. Wie in vielen Orten schon hat es uns der dicke, orange Moon angetan. Das Zeug muss weg. Die stinkenden Fischköpfe werden eingeholt und mit Schaufelbaggern abtransportiert. |
Die Fischerei war immer schon gefährlich. |
Jetzt radeln wir direkt an der Lofotenwand entlang, nach Hamnøy und Reine. Den Bilderbuchorten auf 3 Inseln verteilt fehlt momentan der fotogene Himmel. Wir fragen bei Sakrisøy Rorbuer nach Zimmern, es gäbe was für 600.- NOK. Bei Reine Rorbuer 800.- NOK. Alles zu teuer. Wir füllen im Coop die Vorräte auf und tanken nochmal einen halben Liter Benzin für den Kocher. Die Kassiererin staunt über unsere geringe Tankrechnung, ich staune über die Essgewohnheiten der Lofoter: Aufgewärmte Pizza mit Ketchup und Majo oben drauf. Den nächsten Campingplatz gibt es in » Å. Der westlichste Lofotenort der per Straße erreichbar ist, mit dem ungewöhnlich kurzen Namen und einem vermutlich diebstahlgefährdeten » Ortsschild. Da wollen wir jetzt hin. In Moskenes, nahe dem Fähranleger gibt es einen neuen Campingplatz. An der Anlage wird noch gebaut, aber Campen ist bereits möglich. Macht einen ganz guten Eindruck. Aber wir radeln jetzt endgültig weiter nach Å Der Campingplatz (90.- NOK für Zelt u. uns) dort liegt liegt total schön am Ortsrand oben auf den Felsen. Die Auffahrt ist allerdings so steil und schotterig dass ich das vollbepackt Rad allein gar nicht hochgeschoben bekomme. Es gibt auch eine Küche mit Aufenthaltsraum. Schön gelegene Rorbuer werden ebenfalls vermietet. Glasklar leuchten die Festlandberge herüber. Am schönsten ist aber der Blick auf die Inseln » Moskenes und Værøy gegen Mitternacht wie sie aus einem eisblauen Meer aufragen. Der berüchtigte Mahlstrom. Nicht zu ahnen. Um Mitternacht liegen wir im Zelt. Die Singvögel singen aus voller Kehle. Skandinavische Nächte. |
Die grünen norwegischen Einheitsbriefkästen werden oft richtig individuell verschönert. Diese einer Reihenhaussiedlung gefielen uns am besten. |
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