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   18. Juni 2004 Ballstad -> Leknes | Bus -> Kreuzung nach Nusfjord (Nappstraumentunnelen, Flakstadøya) | -> Nusfjord -> Fredvang (Moskenesøya) | 45.57 km       Lofoten Reisetagebuch


Wir alle haben bestens geschlafen. Jetzt kann auch Hugo heiß duschen. Der Wasserboiler gibt offenbar nur für 3 Duschen her. Den letzten beißen die Hunde. Oder so.

Das hatte ich noch vergessen: die Radlerfähre nach Nusfjord können wir vergessen. Bei der Telefonnummer die wir bei der Touristeninfo bekamen (Kræmmervika Rorbuer Ballstad, Tel. 76060920), erfuhren wir, dass die Fahrt nur ab max. 4 Personen durchgeführt wird. Außerdem wohl auch sehr teuer, 200 NOK pro Person.

Dorien und Hugo brechen angesichts des nach wie vor bescheidnenen Wetters das Radeln ab. Eventuell mieten sie nochmal einen Tag ein Auto, und dann geht es zurück auf's Festland wo das eigene Auto steht. Es heißt Abschied nehmen, sie starten sofort nach Leknes. Wir erkunden noch Ballstad selbst. Vorm Haus schauts aus. Die Möven haben 2 Müllsäcke zerlegt.

Was für ein Glück. 10 Minuten nachdem wir den Busbahnhof in Leknes erreichen fährt auch schon der Bus der uns durch den Nappstraumen-Tunnel (gut ausgebaut aber lang und viel befahren, nicht empfehlenswert durchzuradeln). Die Fahrräder baumeln hinten am Haken. Wir zahlen für uns und die Räder alles zusammen 138 NOK.

Am Straßenabzweig nach Nusfjord steigen wir aus. Die Straße steigt an bis zu einem See unter einer » schwarzen Wand aus Fels. Können einem älteren Ehepaar aus der Schweiz nicht ausreden dass es sich um einen Vulkankrater handele.

» Nusfjord ist tatsächlich hübsch, aber im Verhältnis so touristisch wie Rothenburg. Wir treffen hier einen unserer Vermieter von letzter Nacht. Auf dem Meer scheint schon die Sonne, aber leider über Nusfjord nicht. Wir warten noch eine ganze Weile auf bessere Zeiten, aber erst aus wir aufgeben und uns nach einem Einkauf im altertümlichen Landhandel auf die Radel schwingen, kommt die Sonne raus. Nicht mit uns, da sind wir jetzt stur und fahren über den See zurück zur E10.

Was folgt ist eine regenreiche, aber mit die schönste Etappe des Urlaubs. Das Wasser des Flakstadpollen leuchtet absolut tropisch. Die E10 ist zwar gut befahren aber alle nehmen trotz der bremsenden Hügel und des teils kräftigen Regens vorbildlich Rücksicht auf uns. In Flakstad mäht eine Frau im strömenden Regen ihren Rasen. Wie man da drauf kommt? An einem Rastplatz am Skagsanden stellen wir uns unter für eine kurze Pause, es tropft nur so von unseren Helmen und Nasen. Aber irgendwie macht das nix aus, denn das Wechselspiel zwischen den dunklen Regenwolken und der Sonne um diese grandiosen Berge ist fantastisch. Energisch rollt das Meer an den Strand, die Lofoten geben hier alles. Wunderschön, ein Traum!

Im großen Supermarkt von Ramberg decken wir uns mit Lebensmittel und Leckerein für die nächsten Tage ein. Ich sag nur "Lett, luftig og porøs" und lecker - Norwegische Luftschokolade. Mhhhhh...

Über Bogenbrücken erreicht man den ansonsten abgeschnittenen Norden Moskenesøyas. Einfach toll der Blick auf die » Mondberge des nördlichen Inselteils. Regenbögen um uns rum. Tom macht ein » Bild das ich selbst so ja nicht sehen konnte. Uns sagt "Wusst' ich's doch, am Ende des Regenbogen ist ein Schatz." Ist das nicht schön!!

Der Fredvang Strandcamping möchten wir sagen ist mit der » schönste Campingplatz den wir auf den Lofoten kennengelernt haben. Mit Chance auf Mitternachtssonne.Eine große Wiese die zumindest in der Vorsaison viel Raum für alle bietet, hauptsächlich Wohnmobile und ein paar wenige Zelte. Allen finden Platz direkt an den Dünen hinter denen der schöne Sandstrand liegt. Die Kulisse der Berge drum rum absolut herausragend. Die Sanitären Anlagen echt ok. Die Preise hab ich leider nicht mehr zur Hand, waren aber absolut im normalen Bereich. Unser Zeltnachbar ist doch der Fotograf aus Hov.

Wir brauchen als erstes eine Stärkung: Fiskesuppe und Nudeln. Dann folgt ein langer Strandspaziergang mit Muschelsuchen. Die Sonne streicht die umgebenden Berge. Westlich weitere Sandbuchten. Vorsicht, in den Grashügeln nisten Küstenseeschwalben. Attacke ... Toll auch der Blick nach Osten auf den » Nordteil von Flakstadøya mit Vikten. Es ist windstill, regnet nicht, und wir müssen nicht mal frieren. Nur keine Mitternachtssonne. Nicht heute.
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