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| 16. Juni 2004 | Hov -> Sundklakkstraumbrua -> Kongsjorden -> Storfjorden -> Stamsund (Vestvågøy) | 57 km | Lofoten Reisetagebuch |
| Kommen gut los, ein kleiner Schauer begleitet uns. Und es ist
sehr windig heute.
Der flache Teil der Insel ist absolut untypisch für die Lofoten. Das » moorige Gelände würde man eher nach Schottland oder Lappland einsortieren. Wir machen ein paar Fotos und werden daraufhin von dem Holländischen Radlerpärchen eingeholt. Auf den folgenden Kilometern Schotterpiste radeln wir zusammen. Die beiden sind schon gut rumgekommen, monatelange Aufenthalte in Südamerika und USA. Nach der Brücke über den Sundklakk rüber nach Vestvågøya lassen wir sie ziehen, sie sind schneller als wir. Wir merken was wir für einen riesen Dusel mit dem Wetter haben. Wir haben den Wind schräg im Rücken. Das wäre sonst eine gewaltige Schinderei geworden. Dennoch ist alle unsere Aufmerksamkeit gefordert. Dann und wann trifft er uns überraschend aus Tälern herausblasend von der Seite. Schon ist man Spielball der Kräfte und manchmal hilft nur noch der Sprung vom Rad, sonst fegt es einen über die » Straße. In Valberg gibt es endlich mal wieder einen kleinen Laden und damit ein 2. Frühstück. Wir sind völlig überrascht wie viele Radler uns auf der Stecke entgegen kommen (harter Tag gegen den Wind). Bisher hatten wir außer Dorien und Hugo nur noch ein weiteres Radlerpaar in der ganzen Woche getroffen. Als wir in den Rolvsfjorden einbiegen trifft uns dann der Nordwind von vorn. Was für eine Plackerei. Am Ende des Fjords ein stattlicher Campingplatz mit vielen schönen Rorbuer. Da erst Mittag machen wir hier nur eine Pause mit lecker Waffeln mit Marmelade und einer Art Quarkcreme. Hat Tendenz zur Sucht. Inzischen haben wir ein Waffeleisen daheim im Schrank :-) Der Wind bläst uns zügig aus dem Fjord heraus. Dann hangeln wir uns von Schauer zu Schauer, auch der Wind nimmt zu und es ist teils schwierig sich auf dem Rad zu halten. Dafür richtet die Sonne dann und wann einen Scheinwerfer auf das Meer, dass dann fast übernatürlich das leuchten anfängt. In Storfjorden schauen wir uns den Campingplatz an. Hier gibt es aber inzwischen nur noch wenig Platz um überhaupt eine Zelt aufzustellen, dafür viele Hütten von einfach bis luxuriös. Nur am See wären schöne Plätze, aber da wurde gerade Gras angesäht. Deshalb radeln wir weiter nach Stamsund, wollen in der Jugendherberge Unterschlupf finden. Tom kennt die Jugendherberge bereits von seiner ersten Lofotenreise. Inzwischen hat sie einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad erreicht. Und wir haben Glück dass wir nicht vorher angerufen haben. Dann wären wir sicher abgewiesen worden. Es können nur die spontan auftauchenden Gäste einquartiert werden, denn Abends kommt auch noch der Hurtigdampfer. Die Rorbuer sind sowieso ausgebucht, und die Schlafsäle platzen auch bald aus allen Nähten. Dorien und Hugo sind auch da. Wir schauen uns das Event des Abends an, Ankunft und Ausladen des Hurtigruten-Dampfers Polarlys. Viele Autos kommen heraus. Dann braust sie auch schon Richtung Svolvær davon. Stamsund selbst ist kein heimeliger Ort. Aber es gibt einen großen Supermarkt. Die Jugendherberge in einem alten ockerfarbenen Holzhaus ist absolut bezaubernd und urig. Der Knaller ist Herbergsvater Roar, eine Mischung aus Adriano Gelentano und Gerard Departieu. Stolz berichtet er dass es heut wieder ein Häkchen auf der Landkarte gibt: zum ersten mal seit 30 Jahren Gäste aus Palästina. |
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Dann werden uns noch 2 Mädls aus Schweden vorgestellt. "Sweden ist our enemy!"
Draußen hantiert ein lebensmüdes Taiwanesisches Pärchen auf einer regennassen elektrischen Herdplatte mit ihren Fischen. Man kann hier Ruderboote mieten und, wenn es das Wetter zulässt, lange Schnüre ins Wasser lassen. Wartet man eine viertel Stunde, hängt an jedem Haken ein Fisch und das Schlemmen kann beginnen. (eigene Erfahrung von Tom) Im gemütlichen per Holzofen gut geheizten Aufenthaltsraum mit Küche, Tischen und Sofa ratschen wir lange mit Dorien und Hugo. Die Nacht ist trotz er vielen Menschen ruhig und die Luft im Schlafsaal noch angenehm frisch. |
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