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| 15. Juni 2004 | Henningsvær -> Gimsøystraumbrua -> Hov | Hovsund (Gimsøya) | 36.81 km | Lofoten Reisetagebuch |
Eins muss man sagen: Hellhörig ist das Sjøhus Fiskekrogen. Heut nach hat der Zimmernachbar neben mir dermaßen geschnarcht. Sich dann aber erfreulicherweise auch dermaßen den Ellbogen angehaun dass Ruhe war. Wenn nachmittags die Waschmaschine schleudert, klappern bei uns Bild und Spiegel an der Wand. Wir haben inzwischen scheint es so richtig Ausgeschlafen und sind voller Tatendrang. Satteln bei leichtem Regen die Drahtesel und radeln wieder auf der Scheide zwischen Berg und Meer gen Norden, vorbei an der nach wie vor trüben Rørvika. Dafür geht der Dauerniesel jetzt in gelegentliche leichte Schauer über. Über Gimsøy sichten wir blauen Himmel. Nix wie hin! Aber bald ist er auch schon wieder verschwunden, der blaue Himmel. Ein kurzer Ausflug in die Gegenwartskunst. Es gibt das Projekt "Skulpturlandschaft Nordland." An verschiedenen Plätzen an der Küste wurden unterschiedlichste Skulpturen verschiedenester Künstler installiert. Wobei das Projekt von dem Gedanken ausgehen soll, dass "ein Kunstwerk durch sein Vorhandensein einen eigenständigen Ort schaffe und die jeweilige Umgebung anschaulicher mache." So steht es im Lofoten Info-Guide 2004. Wir umrunden und betreten die gebogenene Glasbox die die Landschaft spiegelt, erfassen aber nicht wirklich dass Ort und Situation durch das Ding "eine neue Dimension erhalte" Kunst halt ;-) Auf Gimsøya hinüber geht es wieder über eine der krassen und radlerunfreundlichen norwegischen » Bogenbrücken mit dem Scheitel 50 Meter über dem Meer. Die Umrundung Gimsøyas ist wieder ideal für Radfahrer. Änlich idyllisch wie Hadseløya. Obwohl es nach wie vor auch auf der E10 noch ruhig zugeht. Bei der Kirche Gimsøysand machen wir eine Brotzeitpause. Hier ahnt man was im Winter hier sturmmäßig abgehen mag. Mit dicken Stahlseilen ist die » Holzkirche im Boden verankert. Der Nordwesten Gimsøyas eine untypisch flache Landschaft aus der sich der Inselberg Hoven erhebt. Auf den wir jetzt zuhalten. Für Radfahrer zu bedenken: Auf der Strecke höchstens in Saupstad evtl. eine kleine Einkaufsmöglichkeit, aber da bin ich mir auch gar nicht sicher. Um 14 Uhr erreichen wir Hov Feriegård. Juhe, hier scheint die Sonne. Und einen schönen Sandstrand hat es, sogar mit einer Picknickbank, allerdings ist diese bereits von 2 anderen Radlern gänzlich in Beschlag genommen. Wir überlegen eine Weile, es wäre noch früh am Tag, aber wir wollen trotzdem hier bleiben, da hier die Sonne scheint während rundrum die Wolken wallen. Wir erkundigen uns am Hof über die Möglichkeiten der Übernachtung. Im Sjøhus gibt es Betten für 250. - NOK ohne, und 300.- NOK mit Bettwäsche, allerdings pro Person! Man muss also doch nachfragen worauf sich die Preisangaben beziehen. Sonst war es immer der Zimmerpreis. |
| Das ist uns zu teuer und trotz der tobenden Wolken rundrum trollen wir
uns auf den Zeltplatz (50.- NOK) auf der großen Wiese an der Straße, die aber kaum befahren ist.
Dusche (10 NOK, 5 Minuten) und Camperküche mit Herd und Kühlschrank am Ende der Wiese.
Auch die anderen Radler bleiben hier.
Wir genießen das Sonne-Wolken-Spiel,spazieren zu einem der nörlichsten 18-Loch-Tunier-Golfplätze der Welt, bummeln am Strand und Radeln nach Hovsund, ein kleiner Hafen mit Minileuchtturm, teils » verfallenden Häusern und vielen schönen Fotomotiven. Auch hier hängt noch der » Stockfisch. Der Hoven gibt sogar noch das Geheimnis seines Gipfel preis, einen großen Steinmann. Abends zieht es endgültig zu, wir haben keine Hoffnung mehr auf Mitternachtssonne, gehen schlafen. Zum ersten Mal hätten wir nämlich überhaupt die Chance auf Mitternachtssonne. So viele Ortschaften gibt es auf der rauhen Nordseite der Lofoten gar nicht. Außer auf dem Pfannkuchen-platten Røt nur in 14 weiteren Ortschaften. Um 0:10 fallen mit einem Rums die Radln um, deshalb aufgewacht. Unter der Wolkendecke leuchtet über dem Strand golden die Sonne hervor. Doch um 1:00 (Sommerzeit) ist sie längst weg und Regen hat eingesetzt. |
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