Home |
Willkommen |
Island |
Fotoalben |
Reiseberichte |
Bergtouren |
GPS |
Links |
Updates |
![]() |
| 11. Juni 2004 | Raftøra -> Digermulen -> Holandshamn | Schnellboot -> Svolvær (Austvågøya) | Sandvika | 38.78 km | Lofoten Reisetagebuch |
Sehr gut geschlafen. Kein Lüftchen hat am Zelt gerüttelt. Betongewichte an den kleinen Hüttchen lassen ahnen was hier auch abgehen kann. Um halb Acht wärmt die Sonne das Zelt und wir schälen uns aus den Schlafsäcken. Mann, wir haben Glück, ein paar Wölkchen mehr, aber ansonsten wieder schönstes Wetter. Nocheinmal bewundern wir das Panorama bei Tennstrand. Nun ist die Straße auch wieder asphaltiert. Häufiger jetzt längere Anstiege, aber da umgehend die belohnende Abfahrt folgt macht das gar nichts. Ein Haus auf der kleinen Insel Brakøya läßt uns staunen. Unglaublich wie Menschen hier leben oder lebten zwischen » Meer und Berg. Zu viele Eindrücke und Fotomotive. Wir lassen uns insgesamt viel Zeit. Deshalb fehlt uns dann mindestens eine Stunde um den Digermulenkollen zu besteigen. Vermutlich entgeht uns eine grandiose Aussicht. |
![]() |
» Digermulen ist schön gelegen. Beim Hafen sind lassen mehrere gigantische Schneepflüge darauf schließen dass die Ortschaften sehr wohl ganzjährig bewohnt sind. Auf einem Hügel die kleine Kirche. Zufälligerweise ist sie gerade nicht verschlossen. Das Kircheninnere ist sehr schön, viel Holz, die Bänke leuchtendblau gestrichen, rechts vom Altar steht ein Boot und die Decke bildet ein großer Stern. Uns fällt auf dass sehr viel ältere Menschen anzutreffen sind. Im Supermarkt kaufen wir Cola, Schweppes, Semmeln, Salami und Muffins. Gleichzeitig fragen wir wo und wie das mit dem Schnellboot funktionert. Auf dem Fahrplan aus dem Internet steht "Anlopes par sigal". Wieder findet sich hilfreiche Information im Lokalblatt: die Telefonnummer des Bootes (s. Infoteil). Wir rufen an und sagen bescheid dass wir in Holandshamn abgeholt werden wollen. So ausgerüstet lassen wir uns am Ortsende auf den Felsen nieder. Die Ebbe hat einen kleinen Strand preisgegeben. Statt Bergwandern also eine gemütliche Mittagspause. Wir genießen die relative Wärme und die Stille, aus der sich das Gluckern eines Baches, das Summen und Brummen der Fliegen, Bienen und Hummeln, das Zwitschern von Singvögeln herauslöst. Ein winziges Wiesel nähert sich uns neugierig von Stein zu Stein springend, beäugt uns von allen Seiten. Ein Stück hinter Digermulen erreichen wir eine kleine Anhöhe. Eine lange Kette verschneiter Berge taucht auf. Wir sind völlig überumpelt von dem Panorama der Festlandberge. Die Straße nun wieder ungeteert. Auf der Straße ein Häufchen Fell. Ich denk mir noch welches arme Tierchen hat es da erwischt, als es sich bei näherem Blick als 3 Mövenküken entpuppt, die sich in der Sonne das Gefieder wärmen. Ein gewagter Platz für ein Sonnenbad. Was hilft es da, dass auf dem Giebel des Hauses nebenan Muttern lautstark lamentiert. |
![]() |
» Holand ist eine Ansammlung weniger Holzhäuschen. Wo die Straße das Meer erreicht sollte der Anleger für das Schnellboot sein, hatte man uns gesagt. Wir radeln also weiter. Die Piste wurde hier recht neu herausgeschlagen. Steigt bald wieder an. Wir zweifeln dass wir hier richtig sind. Von einem Anleger ist weit und breit nichts zu sehen. Nur eine Lachsfarm. Alle Kräfte aufwendend versuchen die Fische aus den runden Gefängnissen zu springen. Nach artgerechter Haltung sieht das auch irgendwie nicht aus. Wir wenden, doch zwecks dem überwältigenden Panorama der Festlandberge hat es sich allemal gelohnt nach Holand herunterzufahren. Wir folgen dem Wegweiser Holandshamn und erreichen einen weiteren kleinen Ort. Mit einem kleinen Anleger an dem auch der Fahrplan des Schnellbootes aushängt. |
Pünktlich gegen 17 Uhr kommt dann auch die Ms Tjeldøy in die Bucht. Die Fahrräder werden über die Hühnerleiter an Bord geschoben und an Deck vertaut. Im Inneren ist sie überraschend großräumig, wie ein Jumbo-Jet, nur vorn und hinten abgeschnitten. Der Bezeichnung alle Ehre machend düsen wir ohne weiteren Stop in einer Stunde nach Svolvær. Der Blick auf die Inseln und den Raftsund ist toll, doch der Fahrtwind bugwärts schlicht umwerfend. Unser Ziel liegt noch ein Stück südwärts. Doch da das Licht gerade so schön ist, wollen wir noch die alten » Holzhäuser (ff) fotografieren die wir beim Einlaufen bemerkt haben. Und welch ein Glück, auf der Svolværgeita, der Svolvær-Geiß, ein 40 m hoher wie Hörner gespaltener Felsen, stehen gerade 2 Kletterer. Unser Zelt schlagen wir 8,5 Kilometer weiter südlich am Sandvika Campingplatz auf, den wir erst gegen 21 Uhr erreichen. "Stellplätze gibt's direkt am schönen Sandvika-Strand" steht im Führer. Na ja, Strand wäre fast schon übertrieben, etwas mehr Sand gibt's wohl bei Ebbe. Besagte Stellplätze sind dann auch schon in fester Hand deutscher Wohnmobile. Es sieht aus als hat mancher sich hier häuslich niedergelassen. Ein Holzschild markiert "Ackermanns Hornje". Wir halten uns abseits am andern Ende der großen Wiese auf einer Anhöhe. Glücklicherweise kommt kein Sturm auf. Tatsächlich schön ist ein spätabendlicher Spaziergang zu den Felsen. Der Platz scheint fest in deutscher Hand, weitere Schilder kennzeichnen die "Wikingerhöhe" und die "Mövenmole". Hier sitzen tatsächlich einige hübsch ausgewachsene Exemplare. Der » Blick über die kleinen Felseninseln hinüber zum Festland ist einfach schön. |
Svolvær |
| « Übersicht | nächster Tag » |
© www.ourfootprints.de |