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| 09. Juni 2004 | Stokmarknes -> Melbu (Vesterålen, Hadseløya) | 33.64 km | Lofoten Reisetagebuch |
Gegen 11:30 werden wir munter. Immer wieder hat während der Nacht der Regen auf das Zelt getrommelt. Wir fangen direkt an zu packen. Denn ein Frühstück findet sich nicht im Gepäck. Da lädt uns das Schweizer Pärchen ein. Mit ihrem Mietwagen-Kombi sind sie bestens ausgestattet: Marmelade, Honig, Butter, Kaffee, Milch breiten sich vor uns aus. Super nett, wir freuen uns sehr darüber. Die beiden sind nun auf dem Weg zu einer Walsafari auf Andenes. Noch ist niemand da der Geld einsammeln würde. Die Campinggebühr von anscheinend 80 NOK geben wir vertrauensvoll einer Dauercamperin in Verwahrung. Nach einem weiteren Schauer Abfahrt unter blauem Himmel bei Sonnenschein. Optimismus macht sich breit. Wieder im Ort finden wir sofort einen großen REMA Supermarkt und begutachten das norwegische Warenangebot. Es ähnelt unserem, allerdings mit der Skandinavischen Note: nur Weißbrot, verdächtig süße Kuchen und die Limonade in kühnen Gummibärchenfarben und -geschmack. Alles natürlich ein wenig teurer. Wir starten unsere bisher größte Radltour. Ganz gemütlich. Wir umrunden Hadseløya westwärts. Nicht allzuweit hinter Stokmarknes legen wir gleich die erste kleine Pause ein. Das Meer liegt völlig ruhig vor uns. 2. Frühstück. |
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Hadseløya ist nicht ganz so gebirgig wie die Lofoten-Inseln, der leicht gewellte Küstenstreifen ist recht breit. Entlang der ganzen Küste stehen Häuschen verstreut. So ab vom Schuss, aber alle in bestem Zustand mit liebevoll gepflegtem Garten. Die kleine Straße ist wenig befahren und ideal zum » Radeln. Nur schade dass sich bald wieder die Wolken durchsetzten. Nach Norden erheben sich die Berge » Langøyas. Als wir ganz im Westen um die Ecke nach Süden biegen, treibt der Wind dann Regen daher. Dennoch macht sich Tom auf die Suche nach seinem ersten Geocache. Bei » GC27CE legen wir ein Überraschungsei. Und sind selbst bald überrascht als sich vor uns die Berge Austvågøys aus den Wolken erheben. Als wären wir auf einem Alpenpass angekommen. Das Meer gerademal vielleicht 10 m unter uns. Melbu: Einen Campingplatz gibt es nicht. Das Schild zur Jugendherberge führt uns in die Irre. An einer Tankstelle erfahren wir, die Jugendherberge existiert nicht mehr. Und dass es außer dem Hotel weiter kaum Unterkunftsmöglichkeiten gibt. Im Supermarkt an der Durchgangsstraße schickt man uns zum Pub nahe dem Fähranleger. Das hübsche Holzhaus zieren auch die Buchstaben ROM (Zimmer), doch werden auch hier keine solchen vermietet. Vor dem Pub sitzt jedoch ein Angestellter bei der Zigaretten-Pause und holt für uns sofort das Lokalblatt heraus. Und findet darin tatsächlich eine weitere Adresse hier in Melbu. Ein Anruf und wir haben ein Zimmer für 300 NOK, was wohl ok ist. |
| In einem Supermarkt, oder vielmehr unter einem Supermarkt.
Ein Souterrain-Zimmer sozusagen. Nicht supergemütlich, nicht super sauber, aber ok. Toillette im Zimmer, Dusche auf dem Gang. Skogen Bo-Enhet Appartments (im ICA SparMat), Tel. 76 15 78 66 Die anderen Zimmer sind offenbar von Saisonarbeitern bewohnt. Da wir eine kleine Küche haben, kaufen wir im angeschlossenen Supermarkt ein und kochen, wenig originell aber sättigend, Rigatoni mit Tomatensauce. |
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| Vor dem Fenster blüht groß und orange der Mohn, und zwischen den Nachbarhäusern hindurch
haben wir Blick auf die schroffen Gipfel Austvågøys die immer wieder in Wolken verschwinden
und wieder auftauchen.
Wer mit dem Auto auf die Lofoten will, könnte von Narvik über die Vesterålen bis nach Å auf dem Asphalt durchrollen - über viele Brücken - durch mehrere Tunnel. Doch zwischen Melbu (Vesterålen) und Fiskebøl (Lofoten) ist der "Highway" E10 auf gut 7 km unterbrochen. Hier müssen alle auf die Fähre. Doch das soll sich ändern. Bis zum Jahr 2015 sollen auch die Lofoten an das Festland angeschlossen sein. Wir fragen uns, welchen Einfluss das auf Melbu haben mag. Eigentlich ein hübscher Ort, doch der Tourismus beschränkt sich bereits jetzt wohl größtenteils auf den Durchgangsverkehr. Bei einem Abendspaziergang zum Hafen wollen wir herausfinden wann die erste Fähre am Morgen auf die Lofoten startet. Am Anleger hängt noch der Fahrplan von '99. |
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